NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

LIBYEN/ÖSTERREICH

Tod des Expremiers Ghanim

weiterhin rätselhaft

Wien/Tripolis - In Wien herrscht Rätselraten über den Tod des ehemaligen libyschen Ministerpräsidenten Schukri Ghanim. Die Leiche des 69-Jährigen war am Sonntag in der Donau treibend gefunden worden. Die Obduktion ergab nach Polizeiangaben eindeutig, dass der Libyer ertrunken ist. „Es gab keine Anzeichen äußerer Gewalt“, sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger. Allerdings sei nach wie vor unklar, wie Ghanim ins Wasser geraten ist. Die Ermittlungen gingen in alle Richtungen – auch die Mordkommission sei eingeschaltet worden. Ein toxikologisches Gutachten wird erst in der kommenden Woche vorliegen. dpa

MALI

Bemühungen um Rückkehr

zur Normalität vorerst gescheitert

Bamako - Die internationalen Bemühungen um eine Rückkehr zur Normalität nach dem Militärputsch in Mali sind vorerst gescheitert. Knapp sechs Wochen nach dem Sturz von Präsident Amadou Toumani Touré lieferten sich Soldaten der Putschisten und Mitglieder der Präsidentengarde in der Hauptstadt Bamako heftige Feuergefechte. Die Putschisten hatten sich unter dem Druck der westafrikanischen Staatengemeinschaft Ecowas Anfang April bereit erklärt, eine zivile Regierung einzusetzen. AFP

NIGERIA

Nachbarn sollen helfen,

Terrorgruppe zu bekämpfen

Nairobi - Nach einer neuen Anschlagsserie in Nigeria will das Land die Terrorgruppe Boko Haram mit Hilfe seiner Nachbarn bekämpfen. Eine Schutztruppe mit Soldaten aus Nigeria, Kamerun, Niger, dem Tschad und der Zentralafrikanischen Republik soll gegen die Islamisten vorgehen, berichtete der französische Auslandssender RFI. Die Sekte müsse „ausgelöscht“ werden, da sie die Stabilität der Region gefährde, erklärte der Präsident des Tschad, Idriss Deby Itno, während eines Gipfeltreffens in der Hauptstadt N’Djamena. epd

SYRIEN

Damaskus verweigert UN-Beobachtern Visa

New York - Syrien hat einigen internationalen Beobachtern, die für die Vereinten Nationen den Waffenstillstand im Land überwachen sollen, die Visa verweigert. „Bisher hat es drei Ablehnungen gegeben“, sagte am Dienstag in New York der Chef der UN-Blauhelmeinsätze, Hervé Ladsous. Die Nationalitäten der Abgelehnten nannte er nicht. Ladsous teilte zudem mit, dass die UN-Beobachter in Syrien in mehreren Städten schwere Waffen der Truppen von Präsident Baschar al Assad gesichtet hätten. Es werde immer wieder gegen das Abkommen verstoßen, und zwar von beiden Seiten, konstatierte Ladsous. AFP

NORDKOREA

USA und Japan warnen

Pjöngjang vor Atomtest

Washington - US-Präsident Barack Obama und der japanische Regierungschef Yoshihiko Noda haben Nordkorea vor einem Atomversuch gewarnt. Sie machten nach einem Treffen im Weißen Haus gemeinsam Front gegen „weitere provokative Aktionen“, nachdem ein nordkoreanischer Raketenstart kürzlich gescheitert war. Nordkorea werde dadurch nur noch tiefer in die Isolation geraten, sagte Obama auf einer Pressekonferenz mit Noda. Noda wies darauf hin, dass auf nordkoreanische Tests von Raketentechnologien Atomtests gefolgt seien. Es bestehe eine „große Möglichkeit“, dass das wieder so sein werde. dpa

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