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Foto: dapd
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DEUTSCHLAND

Gauck reist in den Nahen Osten

Berlin - Bundespräsident Joachim Gauck reist vom 28. bis 31. Mai zu einem Staatsbesuch nach Israel. Das teilte das Präsidialamt am Montag in Berlin mit. Gauck besuche im Rahmen dieser Reise auch die Palästinensischen Gebiete. Gauck war nach früheren Angaben eines Sprechers kurz nach seiner Wahl Mitte März vom israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres eingeladen worden. Gauck sei es selbst ein Anliegen gewesen, Israel zu besuchen. dpa

8500 leisten freiwillig Wehrdienst

Berlin - Im ersten Jahr nach der Aussetzung der Wehrpflicht haben sich 8500 junge Menschen zu dem neuen freiwilligen Wehrdienst gemeldet. Das sagte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) der „Rheinischen Post“ vom Montag. „Das ist zufriedenstellend“, wertete der Minister die bisherige Bilanz positiv. Geplant hatte der Minister mit zunächst mindestens 5000, künftig aber auch bis zu 15 000 Freiwilligen pro Jahrgang. Als problematisch bezeichnete de Maizière die weiterhin hohe Abbrecherquote. Demnach beenden etwa 20 Prozent der Wehrdienstleistenden ihren Dienst bei der Bundeswehr vorzeitig. „Die Vorstellungen mancher junger Leute sind da vielleicht etwas naiv“, sagte dazu de Maizière. Einige Rekruten überrasche es, dass sie morgens mit geputzten Stiefeln zum Dienst erscheinen müssten, in einer Stube mit mehreren Soldaten schlafen oder dass sie nur in der Raucherpause rauchen dürften. AFP

Haft im Al-Qaida-Prozess gefordert

Koblenz - Im Koblenzer Terrorprozess gegen Ahmad S. fordert die Bundesanwaltschaft eine Haftstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten. Der 37-jährige Deutsch-Afghane sei der Mitgliedschaft in zwei ausländischen Terrororganisationen, der Islamischen Bewegung Usbekistan und der Al Qaida, schuldig, sagte Bundesanwalt Bernd Steudl am Montag vor dem Oberlandesgericht. Nach einer Ausbildung in einem Terrorcamp in Pakistan ab März 2009 habe er „den Terror auch nach Deutschland bringen wollen“. S. war im Sommer 2010 kurz vor seiner Abreise in Afghanistan verhaftet worden. dapd

Timoschenko-Tochter in Berlin

Berlin - Die Tochter der inhaftierten ukrainischen Exregierungschefin Julia Timoschenko, Jewgenija Timoschenko, ist am Montag zu einem Gespräch mit Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) in Berlin zusammengetroffen. Das verlautete aus FDP- Kreisen. Begegnungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Guido Westerwelle (FDP) kamen nicht zustande. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, Merkel und Timoschenko hätten sich im vergangenen Herbst kurz getroffen. Unterdessen hat Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) seinen Besuch bei der Fußball-EM abgesagt. Ebenfalls am Montag ist ein Neurologe der Berliner Charité zur Behandlung Julia Timoschenkos in die Ukraine gereist. dpa

PAKISTAN

Al Qaida zeigt Video von US-Geisel

Washington - In einem vom Terrornetzwerk Al Qaida im Internet veröffentlichten Video hat eine im August in Pakistan entführte amerikanische Geisel US-Präsident Barack Obama um die Erfüllung der Forderungen der Entführer gebeten. Er werde sonst getötet, sagte Warren Weinstein. „Mein Leben ist in Ihren Händen, Herr Präsident“, sagt der 70-Jährige. Al-Qaida-Chef Aiman al Sawahiri hatte in einer früheren Botschaft gesagt, Weinstein werde freigelassen, wenn die USA ihre Luftangriffe in Afghanistan, Pakistan, Somalia und Jemen einstellten. dapd

ARMENIEN

Wahlsieg für Präsidentenpartei

Eriwan - Bei der Parlamentswahl in der Kaukasusrepublik Armenien hat die Partei des russlandfreundlichen Präsidenten Sersch Sargsjan klar gesiegt. Sie kann nun erstmals alleine regieren. Auch der oppositionelle Armenische Nationalkongress des früheren Präsidenten Lewon Ter-Petrosjan schaffte knapp den Einzug in die Nationalversammlung. Die Republikanische Partei von Präsident Sargsjan erhielt nach dem vorläufigen Endergebnis etwa 44,05 Prozent der Stimmen. Im Vergleich zu 2007 war das ein Zuwachs um mehr als zehn Prozentpunkte. Zweitstärkste Kraft mit 30,2 Prozent der Stimmen wurde die in der bisherigen Koalition vertretene Kraft Blühendes Armenien. Westliche Beobachter lobten den insgesamt friedlichen Verlauf der Abstimmung und auch den offenen Wahlkampf, bei dem Meinungs- und Versammlungsfreiheit gewährleistet gewesen seien. dpa

JAPAN

Erhöhte Strahlung in Schulen

Tokio - Gut ein Jahr nach dem Gau im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi weisen mehrere Schulen in der Region erhöhte Strahlenmengen auf. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf eine Bürgerorganisation der Region. dpa

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