NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Früherer Waffenlobbyist Schreiber aus Haft entlassen

Kaufering - Der wegen Steuerhinterziehung verurteilte frühere Rüstungslobbyist Karlheinz Schreiber ist frei. Der 78-Jährige kam am Montagmittag an seiner Wohnung im oberbayerischen Kaufering an. Der schwer kranke Schreiber wurde unter strengen Auflagen aus der Haft entlassen. Unter anderem wurde eine Sicherheitsleistung von 100 000 Euro hinterlegt, wie die Staatsanwaltschaft Augsburg bestätigte. Zudem muss er sich täglich bei der Polizei melden. dapd

Neue Radaropfer-Stiftung für Soldaten der NVA und Bundeswehr

Berlin - Für Soldaten von Bundeswehr oder DDR-Volksarmee, die bei der Arbeit an Radargeräten verstrahlt wurden, gibt es künftig eine eigene Stiftung. Dazu gehört insbesondere ein Hilfsfonds für Härtefälle, der nach Angaben des Verteidigungsministeriums vom Montag mit einem Etat von sieben Millionen Euro ausgestattet wird. Angestrebt wird auch, dass sich die Hersteller von Radargeräten finanziell beteiligen. Offiziell gegründet wird die „Härtefall-Stiftung“ an diesem Dienstag in Berlin. Die meisten Radaropfer aus Bundeswehr oder Nationaler Volksarmee (NVA) wurden in den 60er und 70er Jahren verstrahlt. Nach Angaben des Bundeswehrverbands sind viele schwer an Krebs erkrankt, einige auch schon gestorben. Insgesamt haben nach diesen Angaben bereits etwa 3800 Soldaten oder Zivilbeschäftigte sowie deren Angehörige einen Antrag auf Entschädigung gestellt. dpa

TÜRKEI

Zwei Männer als syrische Agenten festgenommen

Istanbul - Polizisten haben im Süden der Türkei zwei Türken festgenommen, die als Agenten des syrischen Regimes die Entführung eines desertierten Offiziers geplant haben sollen. Auch ein Syrer sei in Polizeigewahrsam, berichteten türkische Medien am Montag weiter. Den Festgenommenen werde vorgeworfen, dass sie Oberst Riad al Asaad, den Kommandeur der Freien Syrischen Armee, aus einem Flüchtlingslager in Apaydin zurück nach Syrien hätten verschleppen wollen. dpa

NORWEGEN

Aung San Suu Kyi hält Nobelpreisrede am 16. Juni in Oslo

Oslo - Zwei Jahrzehnte nach ihrer Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis wird die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi im kommenden Monat ihre Dankesrede halten. Suu Kyis Nobelpreisrede sei für den 16. Juni in Oslo geplant, sagte eine Sprecherin des Nobelpreiskomitees am Montag. Der Nobelpreis war Suu Kyi 1991 in ihrer Abwesenheit wegen ihres friedlichen Einsatzes für die Demokratie in ihrer Heimat zuerkannt worden. Seinerzeit stand sie in Birma unter Hausarrest. AFP

UKRAINE

Zweiter Prozess gegen Timoschenko erneut verschoben

Charkiw - Die Fortsetzung des zweiten Prozesses gegen die ukrainische Oppositionsführerin Julia Timoschenko ist wegen des schlechten Gesundheitszustandes der Angeklagten erneut vertagt worden. Es sei „unmöglich“, den Fall um mutmaßliche Steuervergehen in Abwesenheit der 51-Jährigen zu verhandeln, teilte Richter Kostjantin Sadowski mit. Er gab damit entsprechenden Anträgen der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft statt. AFP

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