NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Islamist aus Bonn schließt sich

somalischer Terrorgruppe an

Hamburg - Der aus Bonn stammende Islamist Andreas M. hat sich einem Medienbericht zufolge nach seinem Untertauchen im vergangenen Herbst der radikalislamischen somalischen Shebab-Miliz angeschlossen. Der Sprecher der islamistischen Gruppe, Scheich Ali Mohamud Rage, sagte dem „Stern“, M. alias „Ahmed“ sei „Gottes Mudschaheddin, und er ist hier, um unsere Religion zu schützen“. Der 40-jährige Deutsche sei wegen einer Ausbildung bei der Shebab-Miliz nach Somalia gekommen. Dem Bericht zufolge bestätigte die Gruppe damit erstmals Mitgliedschaft und Lageraufenthalt von M. Zu dessen gegenwärtigem Aufenthalt sagte der Sprecher nichts. M. stehe samt Frau und Kind „unter Schutz“. Die Polizei in Kenia fahndet seit dem 12. Mai nach dem deutschen Konvertiten. AFP

Bundesgerichtshof erleichtert

Unterhaltsforderung nach Scheidung

Berlin/Karlsruhe - Ehegatten, die nach einer Scheidung Unterhalt vom Partner für die Kinderbetreuung fordern, könnten es künftig vor dem Bundesgerichtshof (BGH) wieder leichter haben. „An die für eine Verlängerung des Betreuungsunterhalts insbesondere aus kindbezogenen Gründen erforderlichen Darlegungen sind keine überzogenen Anforderungen zu stellen“, heißt es in einem jetzt bekannt gewordenen Urteil. Die Richter gaben damit einer alleinerziehenden Mutter dreier älterer Kinder recht. Sie komme mit einem 30-Stunden-Job ihren Erwerbspflichten nach. Ihr müsse Zeit bleiben, um bei Hausaufgaben zu helfen oder die Kinder zum Sport zu fahren. Deshalb könne der Ex-Partner nicht verlangen, dass sie Vollzeit arbeite. Entscheidend, so die Richter, seien „die besonderen Bedürfnisse des Kindes“. neu

Medien: Laschet soll neuer Chef

der NRW-CDU werden

Düsseldorf - Armin Laschet, bisher Vize der nordrhein-westfälischen CDU, soll mehreren übereinstimmenden Medienberichten zufolge neuer Chef der Landespartei werden. Karl-Josef Laumann, der ebenfalls als Kandidat für die Nachfolge von Norbert Röttgen an der Spitze der NRW-CDU gehandelt worden war, soll demnach Fraktionsvorsitzender im Düsseldorfer Landtag bleiben. Offiziell gab es von der Partei dazu am Mittwochabend keinen Kommentar. Die Kandidatenfrage soll an diesem Donnerstag bei einer Landesvorstandssitzung der CDU festgezurrt werden. Der künftige CDU-Landesvorsitzende soll voraussichtlich auf einem Parteitag am 30. Juni bestimmt werden. Wie mehrere Medien unter Berufung auf Parteikreise berichteten, soll Laschet dann zum Nachfolger Röttgens gewählt werden. dpa

SAUDI-ARABIEN

Mehr Geld für Nachbarland Jemen soll Sicherheit und Stabilität fördern

Riad - Aus Sorge vor einem unkontrollierbaren Unruheherd an seiner Grenze hat Saudi-Arabien dem Nachbarland Jemen weitere 3,25 Milliarden Dollar Hilfsgelder zugesagt. Das Land unterstützt Jemen bereits mit Öllieferungen und Militärhilfe. Auf einer Geberkonferenz in Riad sagte der saudi-arabische Außenminister Saud al Faisal, mit der Hilfe solle Sicherheit, Stabilität und Wohlstand gefördert werden. Dies sei angesichts der Bedrohungen durch Extremismus und Terrorismus notwendig. Jemens Finanzminister Sachr Ahmed al Wadschih rechnet für 2012 mit einem Haushaltsdefizit von 2,5 Milliarden Dollar. Die als „Freunde Jemens“ bezeichnete Gebergruppe berät auch über die politische Entwicklung des Landes nach dem Rücktritt des Herrschers Ali Abdullah Saleh. rtr

PAKISTAN

Arzt muss wegen Hilfe bei Suche nach bin Laden 33 Jahre in Haft

Islamabad - Ein pakistanisches Gericht hat einen Amtsarzt zu 33 Jahren Haft verurteilt, weil er den USA beim Aufspüren des später getöteten Al-Qaida-Chefs Osama bin Laden geholfen hatte. Shakeel Afridi wurde vorgeworfen, er habe eine Impfaktion vorgetäuscht und dabei Blutproben der Bin-Laden-Familie genommen. Der Arzt sei am Mittwoch des Hochverrats schuldig gesprochen worden, sagte ein Beamter der Verwaltung des Distrikts Khyber, der anonym bleiben wollte. Richter Matahir Zeb habe Afridi außerdem zu einer Geldstrafe von umgerechnet knapp 3300 Euro verurteilt. Der Prozess wurde Afridi auf der Grundlage von drakonischen Gesetzen für die halbautonomen Stammesgebiete gemacht. Afridi könne gegen das Urteil nicht in Berufung gehen. dpa

AFGHANISTAN

Entwicklungshelferinnen aus

Großbritannien und Kenia entführt

Kabul - Unbekannte haben in der nordostafghanischen Provinz Badachschan nach offiziellen Angaben zwei ausländische Mitarbeiterinnen einer Schweizer Hilfsorganisation entführt. Auch drei einheimische Mitarbeiter der Organisation Medair seien verschleppt worden, sagte der Sprecher des Provinzgouverneurs, Abdul Maruf Rasekh. Aus Polizeikreisen hieß es, bei den Frauen handele es sich um eine Britin und eine Kenianerin. Medair beschreibt sich selbst als Hilfswerk, dessen Mitarbeiter „durch ihren christlichen Glauben motiviert sind“. Rasekh vermutete einen kriminellen und keinen politischen Hintergrund. Er glaube nicht, dass die Taliban in die Tat verwickelt seien, sagte er. In der Gegend operierten kriminelle Banden, die auf Lösegeld aus seien. dpa

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