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Olympia-Attentäter von 1972 hatten offenbar Neonazi-Helfer

München - Vor dem Attentat auf die Olympischen Spiele 1972 in München hatten die palästinensischen Terroristen der Gruppe „Schwarzer September“ angeblich Helfer aus der deutschen Neonazi-Szene. Das berichtet der „Spiegel“unter Berufung auf Akten des Verfassungsschutzes. In den Akten befinde sich ein Fernschreiben, das die Dortmunder Kriminalpolizei sieben Wochen vor dem Anschlag an den Verfassungsschutz geschickt habe. Darin heiße es, dass sich ein Mann „arabischen Aussehens“ mit dem Namen Saad Walli konspirativ mit dem deutschen Neonazi Willi Pohl getroffen habe. Saad Walli sei ein Deckname des palästinensischen Terroristen Abu Daud gewesen, des Drahtziehers des Olympia-Anschlags, schreibt das Magazin. In den Unterlagen finde sich keine Hinweis darauf, dass die von der Dortmunder Polizei informierten Landeskriminalämter, das Bundeskriminalamt oder der Verfassungsschutz etwas unternommen hätten, um Daud zu finden. Pohl habe Abu Daud einen Passfälscher vermittelt und ihm auch anderweitig geholfen. Bei dem Attentat kamen 17 Menschen ums Leben, darunter elf israelische Sportler, fünf palästinensische Geiselnehmer und ein Polizist. dpa

SPD und Grüne: Innerorts nur noch Tempo 30

Berlin - SPD und Grüne wollen nach einem möglichen Regierungswechsel die Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften heruntersetzen. Verkehrsexperten der beiden Parteien versprechen sich davon mehr Sicherheit sowie weniger Lärm und Umweltverschmutzung. „In der Straßenverkehrsordnung sollte Tempo 30 als neue zulässige Höchstgeschwindigkeit in Städten festgeschrieben werden“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sören Bartol, der „Welt am Sonntag“. „Hauptverkehrsachsen sollten dann jedoch mit Tempo-50-Schildern als wichtige Ausnahme deutlich gekennzeichnet werden.“ Ähnlich äußerte sich der Grünen-Abgeordnete Anton Hofreiter. dapd

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