NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

UKRAINE

Staatsanwälte wollen Timoschenko in Mordfall anklagen

Kiew - Die ukrainische Staatsanwaltschaft will im Zusammenhang mit einem Mordfall Klage gegen die ehemalige Ministerpräsidentin Julia Timoschenko erheben. Der stellvertretende Generalstaatsanwalt, Renat Kuzmin, sagte in einem am Montag in der Zeitung „Kommersant“ veröffentlichten Interview, es gebe ausreichend Beweismaterial. In dem Fall geht es um die Ermordung eines Geschäftsmannes und Politikers vor 16 Jahren. Zu den genauen Anklagepunkten äußerte sich Kuzmin nicht. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, Timoschenko gelte als Zeugin. dapd

IRAN

EU zu längeren Atomverhandlungen mit Teheran bereit

Moskau - Im Atomstreit mit dem Iran ist die EU zu einer Verlängerung der aktuellen Verhandlungsrunde in Moskau bereit. Es sei möglich, dass die Gespräche bis Mittwoch fortgeführt würden, sagte der Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton am Montagabend nach Angaben russischer Agenturen in Moskau. „Die Verhandlungen sind schwierig, aber sie werden fortgesetzt.“ Zuvor hatten die Gespräche nach Angaben aus Delegationskreisen kurz vor dem Abbruch gestanden, weil beide Seiten auf ihren Positionen beharrten. Der Iran forderte vergeblich ein Ende der Sanktionen. dpa

ISRAEL

Tote bei Angriff auf Sinai-Grenze

und Luftangriff in Gaza

Jerusalem - Bei mehreren Zwischenfällen an der israelischen Grenze zu Ägypten und im Gazastreifen sind am Montag sechs militante Palästinenser und ein Israeli getötet worden. Israelische Soldaten hatte zwei schwer bewaffnete Männer erschossen, die nach Angaben einer Militärsprecherin von Ägypten aus über die Grenze gekommen waren. Sie hätten zwei Fahrzeuge mit israelischen Bauarbeitern angegriffen. Dabei sei ein Israeli getötet und ein weiterer verletzt worden. Bei zwei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen wurden am Montag vier militante Palästinenser getötet. dpa

NIGERIA

Unruhen und mindestens 45 Tote

bei Anschlägen auf Kirchen

Kaduna - Bei den Anschlägen auf christliche Kirchen und Unruhen im Norden Nigerias am Sonntag sind jüngsten Angaben zufolge mindestens 45 Menschen getötet worden. Am Montag bekannte sich die islamische Sekte Boko Haram zu den Taten. Die Behörden hatten am Sonntagabend von 36 Toten und mehr als 100 Verletzten gesprochen. Am Tag waren im Bundesstaat Kaduna innerhalb von einer Stunde Anschläge auf drei Kirchen verübt worden. Daraufhin kam es an verschiedenen Orten zu Protesten und gewalttätigen Ausschreitungen christlicher Jugendlicher gegen Muslime. AFP

EUROPÄISCHE UNION

940 Millionen Euro

gegen Hunger in Sahelzone

Brüssel - Die EU und andere reiche Staaten haben am Montag rund 940 Millionen Euro im Kampf gegen eine neue Hungersnot in der Sahelzone Afrikas versprochen. Damit sollen 18 Millionen Menschen ernährt werden, sagte die für Katastrophenhilfe zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgiewa. Die trockene Sahelzone zwischen der Sahara und dem nördlichen Rand des afrikanischen Regenwaldes werde in sieben Jahren bereits zum dritten Mal von einer Hungerkatastrophe bedroht. Schuld seien unter anderem ausbleibender Regen, schlechte Ernten und Flüchtlingsströme. dpa

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