NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

MEXIKO

Mehr als die Hälfte der Wahlurnen werden neu gezählt

Mexiko-Stadt - Nach der Präsidentschaftswahl in Mexiko müssen mehr als die Hälfte der abgegebenen Urnen neu ausgezählt werden. Dies teilte die Wahlbehörde am Mittwochabend (Ortszeit) in Mexiko-Stadt mit. Nach dem vorläufigen Ergebnis hatte Enrique Peña Nieto von der Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) die Wahl mit rund 38 Prozent der Stimmen gewonnen. Der linke Kandidat Andrés Manuel López Obrador, der auf 31 Prozent kam, forderte jedoch am Dienstag eine komplette Neuauszählung. Er wirft dem Lager des Wahlsiegers Betrug vor. Seinen Angaben zufolge gab es bei mehr als 113 000 der 143 000 Wahlurnen „Ungereimtheiten“. Demnach soll Peña Nieto Millionen Stimmen gekauft haben. AFP

AFGHANISTAN

Zwei deutsche Soldaten bei Angriff auf Patrouille verletzt

Berlin - Bei einem Angriff auf eine Patrouille der Bundeswehr in Nordafghanistan sind am Mittwochabend (Ortszeit) zwei deutsche Soldaten verletzt worden. Das afghanische Innenministerium teilte am Donnerstag mit, dass die Taliban bereits am Dienstag mindestens 25 regierungstreue Stammespolizisten in ihre Gewalt gebracht haben. Ein Mitarbeiter der örtlichen Behörden sagte dagegen, „mehr als zwei Dutzend“ Stammespolizisten seien im Distrikt Bala Murghab zu den Aufständischen übergelaufen. Auch ein Sprecher der Taliban erklärte am Donnerstag, die Sicherheitskräfte hätten sich mit ihren Waffen und Fahrzeugen den Aufständischen angeschlossen. dpa

PAKISTAN

Nachschub der Nato-Truppen

in Afghanistan rollt wieder

Islamabad - Nach siebenmonatiger Unterbrechung hat Pakistan am Donnerstag seine Grenze wieder für Nachschubkonvois der Nato-Truppen geöffnet. Pakistan hatte die Nachschubwege Ende 2011 geschlossen. Grund war ein US-Luftangriff auf einen pakistanischen Grenzposten, bei dem 24 Soldaten getötet worden waren. dpa

VEREINTE NATIONEN

UN schlagen internationale Steuer für Milliardäre vor

Genf - Zur Bekämpfung der globalen Armut schlagen die UN neue Abgaben wie eine Milliardärs- und eine Kohlenstoffsteuer vor. Das Geld solle auch verwendet werden, um den Klimawandel zu bremsen, heißt es in dem am Donnerstag in Genf vorgestellten Weltwirtschafts- und Sozialbericht der UN. Die Wirtschaftskrise 2011 habe erstmals seit Jahren zu einem Rückgang der Entwicklungshilfe geführt. Der Bericht nennt mehrere neue Finanzierungsinstrumente, die jährlich 400 Milliarden US-Dollar einbringen sollen. Würden die Pläne umgesetzt, müssten Superreiche auf jede Milliarde US-Dollar an Vermögen ein Prozent Steuern zahlen. Zudem plädieren die UN dafür, in reichen Ländern eine Steuer von 25 US-Dollar auf jede Tonne ausgestoßenes Kohlendioxid zu erheben. epd

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