NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

KENIA

Helfer beklagen Zustände

im weltgrößten Flüchtlingslager

Nairobi - Die Bedingungen im weltgrößten Flüchtlingslager Dadaab in Kenia haben sich nach Angaben von Hilfsorganisationen massiv verschlechtert. Arbeitslosigkeit und schlechte Ausbildung ließen das Camp zu einem Rekrutierungsfeld für Verbrecherbanden und Extremisten werden, teilten sieben internationale Hilfsorganisationen am Donnerstag mit. Rund 70 Prozent der etwa 164 000 Kinder in Dadaab hätten noch nie ein Klassenzimmer von innen gesehen. Dem Lager fehlten in der kommenden Zeit rund 20 Millionen Euro, um die mehr als 465 000 überwiegend somalischen Flüchtlinge unterbringen und ernähren zu können, hieß es weiter. dpa

NORWEGEN

Nach Breivik-Anschlägen soll Terrorgesetz verschärft werden

Oslo - Als Konsequenz aus den Anschlägen des Islamhassers Anders Behring Breivik mit 77 Toten will Norwegen die Möglichkeiten zur Verfolgung von „Solo-Terroristen“ erweitern. Justizministerin Grete Faremo überreichte dem Parlament am Donnerstag, zehn Tage vor dem ersten Jahrestag der Anschläge von Oslo und Utøya, entsprechende Vorschläge. Vor allem will die Regierung die Vorbereitung von Terrorhandlungen ohne Hilfe anderer künftig als strafbare Handlung einstufen. Breivik hatte die Anschläge vom 22. Juli 2011 über mehrere Jahre allein und von den Behörden unbemerkt vorbereitet. Faremo kündigte an, dass die Abhörmöglichkeiten sowie Video-Überwachung und Kontrollen im Internet für die Polizei und ihren Geheimdienst PST erweitert werden könnten. Außerdem plane man, die Teilnahme an Terroristen-Camps sowie den Besitz von Materialien zur Durchführung von Terrorakten unter Strafe zu stellen. dpa

UKRAINE

Berufungsprozess

im Fall Timoschenko erneut vertagt

Kiew - Im Fall der inhaftierten ukrainischen Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko hat ein Gericht in Kiew den Berufungsprozess wegen Amtsmissbrauch erneut vertagt, diesmal bis zum 16. August. Es gebe noch immer kein unabhängiges Gutachten über den Gesundheitszustand der kranken Oppositionsführerin, begründete der Richter die Entscheidung. Das berichteten Medien am Donnerstag aus der Ex-Sowjetrepublik. Timoschenko verweigert ihre Teilnahme an der Verhandlung. Sie war 2011 in einem international kritisierten Prozess zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. dpa

TOGO

Regierung tritt nach Protesten geschlossen zurück

Lomé - Im westafrikanischen Togo ist die Regierung zurückgetreten. Wie das Staatsfernsehen am Donnerstag berichtete, reichte Regierungschef Gilbert Houngbo am Mittwoch seinen Rücktritt und den seines Kabinetts ein. Gründe wurden nicht genannt. Die Regierung sieht sich seit Tagen einer Reihe von Demonstrationen gegen eine von ihr vorangetriebene Änderung des Wahlrechts gegenüber. Oppositionsgruppen werfen der Regierung vor, die Gesetze „einseitig“ geändert zu haben. Für Oktober sind in Togo Parlamentswahlen geplant. AFP

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