NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

FRANKREICH

Hollande prüft Nato-Mitgliedschaft

Paris - Der neue französische Präsident François Hollande hat den Auftrag erteilt, eine Bilanz zur vollständigen Rückkehr Frankreichs in das Militärkommando der Nato zu erstellen. Ex-Außenminister Hubert Védrine soll dies prüfen und bis Ende Oktober auch eine Stellungnahme zur künftigen Entwicklung der transatlantischen Beziehungen abgeben. Der neue sozialistische Präsident hatte die von seinem Vorgänger Nicolas Sarkozy beschlossene Rückkehr Frankreichs in das integrierte Militärkommando der Nato ursprünglich kritisiert. Im Wahlkampf hatte er deutlich gemacht, dass er diese Entscheidung zwar nicht rückgängig machen wolle, dass er aber die Konditionen neu ausrichten wolle. Seine Wahlkampfmannschaft verwies darauf, dass Frankreich der europäischen Verteidigung eine größere Rolle zumessen wolle. AFP

RUSSLAND

Rüstungsausgaben steigen deutlich

Moskau - Russland hat im aktuellen Haushaltsentwurf seine Rüstungsausgaben in Milliardenhöhe auf Kosten der Investitionen in Gesundheit und Bildung erhöht. Auch die Bereiche Kultur, Sport und Medien seien zusammengestrichen worden, berichtete die Moskauer Zeitung „Nowyje Iswestija“. Allein im kommenden Jahr werde der Verteidigungsetat auf etwa 60 Milliarden Euro und damit um 25 Prozent im Vergleich zu 2012 steigen. In den Bereichen Gesundheit und Bildung fielen gleichzeitig insgesamt 28 Milliarden Euro dem Rotstift zum Opfer. Kritiker sprachen von einer „Militarisierung des Haushalts“ auf Kosten künftiger Generationen. dpa

BELGIEN

König unterzeichnet Staatsreform

Brüssel - In Belgien hat König Albert II. am Donnerstag in einer feierlichen Zeremonie den ersten Abschnitt einer neuen Staatsreform unterzeichnet und damit symbolisch eine der schwersten politischen Krisen des Landes beendet. Frankophone Bürger in bestimmten flämischen Gemeinden dürfen künftig unter anderem wahlweise in Flandern oder in Brüssel abstimmen können. Ähnliches soll auch für Gerichtsverfahren gelten. AFP

INDIEN

Neuer Präsident gewählt

Neu Delhi - Indien hat am Donnerstag ein neues Staatsoberhaupt gewählt. Zu der Abstimmung waren 776 Abgeordnete des Ober- und Unterhauses in der Hauptstadt Neu Delhi sowie 4120 Volksvertreter aus den Landesparlamenten aufgerufen. Als Favorit gilt Ex-Finanzminister Pranab Mukherjee, den die regierende Kongresspartei ins Rennen geschickt hatte. Das Staatsoberhaupt nimmt in Indien vor allem repräsentative Aufgaben wahr. Das Wahlergebnis soll an diesem Sonntag bekannt gegeben werden. dpa

VATIKAN

Piusbrüder haben weiter

Vorbehalte gegen Einigung

Econe/Vatikanstadt - Die traditionalistischen Piusbrüder sind weiterhin nicht zu einer Rückkehr in die römisch-katholische Kirche bereit. Über eine mögliche Einigung mit dem Vatikan müsse zuvor eine außerordentliche Versammlung der Bruderschaft beraten, teilte deren Leitung am Donnerstag mit. Auf dem Generalkapitel in der vergangenen Woche im schweizerischen Econe seien allerdings die „notwendigen Bedingungen für eine mögliche Normalisierung der kirchenrechtlichen Stellung“ beschlossen worden. Der Vatikan reagierte zurückhaltend. Die am Donnerstag verbreitete Erklärung der Bruderschaft betrachte man als „internes Dokument“ für die Diskussion unter deren Mitgliedern, teilte Vatikansprecher Federico Lombardi mit. KNA

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