NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

EUROPA

Europarat: Regierungen schüren antiislamische Vorurteile

Straßburg - Der Europarat hat europäischen Regierungen vorgeworfen, antiislamische Klischees zu bedienen. Dadurch würden gesellschaftliche Vorurteile geschürt und Muslimen in Europa eine Integration erschwert, erklärte der Menschenrechtskommissar des Europarates, Nils Muiznieks, in Straßburg. Er bezieht sich auf Untersuchungen von Nichtregierungsorganisationen und anderen internationalen Vereinigungen. Einer Studie der Europäischen Grundrechte-Agentur (FRA) zufolge wurde jeder dritte Muslim in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Diskriminierung. KNA

EUROPA

Bundesregierung gibt Widerstand gegen EU-Datenschutzrecht auf

Brüssel/Nikosia - Die EU-Staaten haben sich auf das künftige Gerüst des europäischen Datenschutzrechts geeinigt. Wie aus Teilnehmerkreisen des Justizministertreffens auf Zypern verlautete, gab Deutschland seinen Widerstand gegen die von Brüssel geplante Vereinheitlichung der europaweiten Regeln weitgehend auf. Demnach sollen für die Behandlung von Daten durch öffentliche Stellen zwar flexiblere Regeln und mehr Ausnahmen gelten als für die Privatwirtschaft. Eine separate Richtlinie für die Zwecke staatlicher Behörden werde es aber nicht geben, hieß es aus Nikosia. dapd

RUMÄNIEN

Opposition ruft zum Boykott der Volksabstimmung über Basescu auf

Bukarest - Die rumänische Opposition hat zu einem Boykott der Volksabstimmung aufgerufen, die über eine Amtsenthebung von Präsident Traian Basescu entscheiden soll. Die Rumänen sollten „nicht an dieser Maskerade teilnehmen“, sagte Vasile Blaga von der Liberal-Demokratischen Partei am Dienstag. Jüngsten Umfragen zufolge würden derzeit 68 Prozent der Rumänen bei der Abstimmung am kommenden Sonntag für eine Absetzung von Basescu stimmen – allerdings müssen 50 Prozent der Wahlberechtigten teilnehmen, damit die Entscheidung gültig ist. AFP

TADSCHIKISTAN

Mehr als 40 Tote

bei Militäroperation

Duschanbe - Bei einem Kampfeinsatz tadschikischer Sicherheitskräfte gegen islamistische Untergrundkämpfer sind in der zentralasiatischen Republik mindestens 42 Menschen getötet worden. Mehr als 20 Soldaten und Angehörige der Geheimdienste seien verletzt worden, teilte das Staatliche Komitee für Nationale Sicherheit in Duschanbe am Dienstag mit. Mehr als 40 Rebellen seien festgenommen worden, unter ihnen acht Afghanen und mutmaßliche Taliban-Mitglieder. Unter den Toten waren 30 Islamisten und zwölf Soldaten. In der Ex-Sowjetrepublik streben Islamisten nach der Macht. dpa

AFGHANISTAN

Mindestens sechs Kinder

durch Bombenexplosion getötet

Kabul - In Afghanistan sind bei einer Bombenexplosion auf einem Feld mindestens sechs Kinder getötet worden. Die Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren passten auf ihre weidenden Tiere auf, als die Bombe explodierte, wie der Sprecher der zentralen Provinz Ghor, Abdul Hai Chatibi, am Dienstag mitteilte. Nach seinen Angaben lösten die Kinder die Detonation aus, als sie an einem mit der Bombe verbundenen Draht zogen. Der Polizeichef von Ghor, Delawar Schah Delawar, machte die radikalislamischen Taliban für den Bombenanschlag verantwortlich. AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben