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Brandenburger soll kommissarisch Sachsens Geheimdienst leiten

Dresden - Sachsen bekommt einen erfahrenen Beamten aus Brandenburg für den Chefposten beim Verfassungsschutz – vorerst aber nur kommissarisch. Gordian Meyer-Plath werde zum 15. August Nachfolger des scheidenden Präsidenten Reinhard Boos, teilte das Innenministerium am Donnerstag in Dresden mit. Der 43-Jährige werde das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) für eine Übergangszeit von einem halben Jahr leiten. Boos hatte Mitte Juli um Versetzung gebeten und damit die Konsequenzen aus einer Panne des Geheimdienstes bei der Aufklärung der Mordserie der Zwickauer Neonazi-Zelle NSU gezogen. Meyer-Plath war bisher Leiter des Referats „Auswertung politischer Extremismus“ im Potsdamer Innenministerium und wird abgeordnet. Sachsen will nach dem Rückzug von Boos seinen Geheimdienst neu ordnen. Die Behörde war im Zusammenhang mit der Aufklärung zu den Verbrechen der NSU zuletzt in die Schlagzeilen geraten, nachdem überraschend Akten einer Abhöraktion auftauchten. Eine Expertenkommission soll den Geheimdienst des Landes nun kritisch unter die Lupe nehmen.dpa



Mutmaßliche Al-Qaida-Terroristen schweigen zu Tatvorwürfen

Düsseldorf - Der Prozess gegen vier mutmaßliche Mitglieder des Terrornetzwerks Al Qaida verläuft schleppend. Die Angeklagten wollen weiter zu den Tatvorwürfen schweigen. Die Bundesanwaltschaft wirft den Männern Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor. Sie sollen im Auftrag der Al-Qaida-Spitze einen Anschlag in Deutschland geplant haben. dapd

Immer weniger Paare bewerben sich um ein fremdes Adoptivkind

Wiesbaden - In Deutschland gab es noch nie so wenig Bewerber um die Adoption eines fremden Kindes wie 2011. Zugleich ist die Zahl aller Adoptionen leicht gestiegen. 4060 Kinder sind 2011 von Stiefeltern, Verwandten oder Fremden als eigene angenommen worden – 39 oder ein Prozent mehr als im Vorjahr. „Damit stabilisierte sich die Zahl der Adoptionen, nachdem sie zwischen 1994 und 2009 stetig gesunken war“, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. 56 Prozent der Kinder und Jugendlichen wurden 2011 von ihren Stiefeltern adoptiert – auch dieser Anteil nimmt zu. 2009 betrug er nur 52 Prozent. dpa

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