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Bereitschaftspolizisten waren Mitglieder des Ku-Klux-Klans

Stuttgart - Zwei baden-württembergische Polizisten waren Mitglieder einer Ku-Klux-Klan-Sektion mit Sitz in Schwäbisch Hall. Ermittlungen rund um den Mord an ihrer Kollegin Michèle Kiesewetter hätten die Nähe der beiden Bereitschaftspolizisten aus Böblingen zum rassistischen Geheimbund aufgedeckt, bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwoch in Stuttgart. Die junge Beamtin war 2007 in Heilbronn erschossen worden. Die Bundesanwaltschaft erklärte am Mittwoch auf Anfrage nochmals, der Mord lasse sich ausschließlich den drei Mitgliedern der Zwickauer Neonazi-Terrorzelle NSU zurechnen. Es gebe keine Hinweise, dass sich andere an dem Mordanschlag beteiligt hätten. dpa

Organsspende-Skandal: Jetzt auch Verdachtsfälle in Regensburg

Regensburg - Der Organspende-Skandal um einen Göttinger Oberarzt weitet sich aus. Am Regensburger Uniklinikum, wo der Mann zuvor gearbeitet hatte, besteht nach Angaben des bayerischen Wissenschaftsministeriums in 23 Fällen der Verdacht auf Manipulationen von Krankendaten bei Lebertransplantationen. Das habe das Uniklinikum dem Ministerium am Mittwoch mitgeteilt, sagte eine Ministeriumssprecherin. Der Vorgang sei bereits der Staatsanwaltschaft übergeben worden. Die Verdachtsfälle liegen im Zeitraum zwischen 2004 und 2006, als der Arzt in Regensburg tätig war. dpa



Erzbischof fordert „Gesetz gegen die Verspottung religiöser Werte“

Bamberg - Nach dem Willen des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick soll Gotteslästerung künftig unter Strafe gestellt werden. „Wer die Seele der Gläubigen mit Spott und Hohn verletzt, der muss in die Schranken gewiesen und gegebenenfalls auch bestraft werden“, sagte Schick am Mittwoch in Bamberg. Konkret forderte der Kirchenmann, nicht nur das Christentum, sondern alle Religionen durch ein „Gesetz gegen die Verspottung religiöser Werte und Gefühle“ zu schützen. Bisher kann nach dem Strafgesetzbuch die „Beschimpfung von Bekenntnissen“ nur unter Strafe gestellt werden, wenn eine Störung des öffentlichen Friedens droht. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck, warnte dagegen vor einer härteren strafrechtlichen Verfolgung blasphemischer Äußerungen und verwies auf demokratische Freiheitsrechte. dapd

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