NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Mutmaßlicher Islamist

wegen Terrorverdachts angeklagt

Karlsruhe - Die Bundesanwaltschaft hat den mutmaßlichen Islamisten Thomas U. vor dem Berliner Kammergericht wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung Deutsche Taliban Mudschahedin (DTM) angeklagt. Der 26-Jährige soll in Propagandavideos der terroristischen Vereinigung aufgetreten sein und sich an deren Kampf beteiligt haben, wie die Bundesanwaltschaft am Freitag in Karlsruhe mitteilte. U. war im September 2010 in der Türkei verhaftet und im vergangenen Mai ausgeliefert worden. Laut Anklage reiste U. Ende September 2009 von Deutschland in das afghanisch-pakistanische Grenzgebiet und schloss sich dort der DTM an. AFP

Schwiegersohn von Kaplan

als Terrorhelfer verurteilt

Düsseldorf - Wegen Unterstützung der Terrorgruppe Islamische Bewegung Usbekistan (IBU) hat das Oberlandesgericht Düsseldorf den Schwiegersohn des Islamistenführers Metin Kaplan zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Turgay C. hatte nach Gerichtsangaben vom Freitag nach mehrmonatiger Prozessdauer zugegeben, dass er der IBU über einen Mittelsmann insgesamt 39 000 Euro hatte zukommen lassen. Metin Kaplan war Führer der islamistischen Organisation „Kalifatsstaat“ mit Sitz in Köln, wurde verurteilt und später in die Türkei abgeschoben. AFP

RUMÄNIEN

Verfassungsgericht verzögert Rückkehr Basescus ins Amt

Bukarest - In Rumänien verzögert sich die Rückkehr des Staatspräsidenten Traian Basescu ins Amt, obwohl er am vergangenen Sonntag nach Angaben der Wahlleitung ein Amtsenthebungsreferendum überstanden hat. Grund ist ein Streit um die reale Zahl der Wahlberechtigten und um die Beteiligung am Referendum. Deshalb hat das Verfassungsgericht ein Urteil über die Gültigkeit des Referendums auf den 12. September verschoben. dpa

IRAN

Atomgespräche sollen Ende August fortgesetzt werden

Brüssel/Teheran - Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hat mitteilen lassen, dass die Gespräche über das umstrittene iranische Atomprogramm Ende August zunächst in einem Telefonat fortgesetzt werden sollen. Ashton verhandelt mit Irans Chefunterhändler Said Dschalili im Auftrag der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und Deutschlands (P5+1). Es gehe darum, „die aufgeworfenen Fragen anzugehen, um Vertrauen zu schaffen“, heißt es in ihrer Mitteilung. Aus Dschalilis Büro hieß es, Ashton wolle Irans Vorschläge mit den P5+1 diskutieren und eine Antwort zum Ende des Ramadan am 18. August übermitteln. Der Iran verlangt, dass die internationale Gemeinschaft sein Recht auf Urananreicherung anerkennt und Sanktionen aufhebt. Der Westen verdächtig Teheran, keine rein friedlichen Zwecke mit dem Programm zu verfolgen. dpa/cir

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