NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

ÄGYPTEN

Iranischer Vizepräsident zu Besuch in Kairo

Kairo - Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi hat am Dienstag in Kairo den iranischen Vizepräsidenten Hamid Baghaei empfangen. Der Stellvertreter des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad übergab Mursi die Einladung zum Gipfeltreffen der blockfreien Staaten in diesem Monat in Teheran. Es war der erste Besuch eines iranischen Offiziellen in Ägypten seit dem Sturz des Langzeitherrschers Hosni Mubarak im Februar 2011. Kairo und Teheran unterhalten keine diplomatischen Beziehungen, seitdem Ägypten im Jahr 1979 Frieden mit Israel schloss. dpa

BIRMA

Suu Kyi übernimmt Vorsitz im Ausschuss für Rechtsstaatlichkeit
Rangun - Birmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi wird Vorsitzende im Parlamentsausschuss für Rechtsstaatlichkeit und Frieden. Dazu berief sie das Parlament am Dienstag. Der Ausschuss soll sich mit Fragen der Einbindung der ethnischen Minderheiten beschäftigen. Zündstoff dürfte die Lage der muslimischen Minderheit der Rohingya an der Grenze zu Bangladesch sein. In der Region sind bei Unruhen seit Ende Mai mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen. dpa

NAHOST

Sinai-Anschlag: Moslembrüder und Hamas beschuldigen nun Israel

Gaza/Kairo - Nach dem Doppelanschlag am Nordrand des Sinai mit mindestens 22 Toten haben die ägyptischen Moslembrüder und die radikalislamische Hamas Israel als Drahtzieher beschuldigt. „Der Ort des Verbrechens und die Umstände weisen auf eine Beteiligung der Besatzungsmacht (Israel) hin“, wurde der Ministerpräsident der im Gazastreifen herrschenden Hamas, Ismail Hanija, vom Hamas-Fernsehsender Al Aksa zitiert. Die Regierung in Jerusalem wies die Behauptung scharf zurück. Schwerbewaffnete hatten am Sonntag 16 ägyptische Soldaten in der Nähe des Gazastreifens getötet. Anschließend waren mehrere Angreifer mit einem erbeuteten gepanzerten Fahrzeug nach Israel eingedrungen, wo sie vom Militär getötet wurden. dpa

UNGARN

Mutmaßlicher NS-Verbrecher

in einem Klagepunkt entlastet

Budapest - Die ungarische Staatsanwaltschaft hat den mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher Laszlo Csatary vom Vorwurf entlastet, 1941 an der Deportation mehrerer hundert Menschen in der Ukraine beteiligt gewesen zu sein. Die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft sagte am Dienstag in Budapest, Csatary sei zum betreffenden Zeitpunkt nicht vor Ort gewesen. Allerdings würden die Ermittlungen wegen der Deportationen von Kosice im Jahr 1944 fortgesetzt. Der heute 97-jährige Ungar Csatary soll zwischen 1941 und 1944 maßgeblich daran mitgewirkt haben, dass 15 700 Juden aus dem Ghetto Kosice in das Vernichtungslager Auschwitz geschickt wurden. AFP

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