NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

RUSSLAND

Vize-Regierungschef beleidigt

Madonna in Twitter-Eintrag

Moskau - Die US-Popikone Madonna hat in Russland mit ihrem Einsatz für die Punkband Pussy Riot und die Rechte von Homosexuellen Empörung ausgelöst. „Jede frühere b... will im Alter jedem moralische Lektionen erteilen, besonders bei Auftritten im Ausland“, schrieb Vize-Regierungschef Dmitri Rogosin auf Twitter, wobei „b...“ im Russischen für „Hure“ steht. „Leg’ das Kreuz ab oder zieh’ dir eine Unterhose an“, schrieb Rogosin, der für seine verbalen Ausfälle bekannt ist, auf dem Kurznachrichtendienst. Madonna hatte am Dienstag bei ihrem Konzert in Moskau die Freilassung der drei inhaftierten Mitglieder der Punkband Pussy Riot gefordert. Sie sagte, sie bete für die Frauen, denen nach einem Auftritt in einer Moskauer Kathedrale wegen mutmaßlichen Rowdytums mehrere Jahre Haft drohen. AFP

ÄGYPTEN

Fernsehen berichtet von neuen Auseinandersetzungen im Sinai

Kairo - Auf der Sinai-Halbinsel hat es einem ägyptischen Medienbericht zufolge am Donnerstag weitere Auseinandersetzungen zwischen Polizei und bewaffneten Männern gegeben. Die Zusammenstöße hätten sich vor einem Polizeiposten in der Stadt Al Arisch im Norden des Sinai ereignet, berichtete der Sender Nile TV. Ägyptische Sicherheitskräfte gingen in dem Gebiet derweil weiter gegen Islamisten vor, nachdem am Sonntag 16 ägyptische Soldaten bei einem Überfall auf einen Grenzposten getötet worden waren. Als Reaktion auf den Überfall hatte die ägyptische Armee am Mittwoch die größte Militäroperation im Sinai seit Jahrzehnten gestartet, wobei nach Angaben aus Armeekreisen und des Staatsfernsehens 20 Extremisten getötet wurden. Die Armee sprach von einem „totalen Erfolg“ des Einsatzes. AFP

ÖSTERREICH

Ex-Innenminister Strasser

wird angeklagt

Wien - Der ehemalige österreichische Innenminister Ernst Strasser wird wegen Bestechlichkeit angeklagt. Das teilte die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) mit. Der 56-jährige Strasser war 2010 als Europa-Parlamentarier auf britische Journalisten hereingefallen, die sich als Lobbyisten ausgaben. Strasser bot ihnen an, für ein jährliches Beraterhonorar von 100 000 Euro die EU-Gesetzgebung zu beeinflussen. Als Videos von den Gesprächen öffentlich wurden, trat Strasser – Mitglied der konservativen ÖVP – 2011 zurück. Er beteuert aber bis heute seine Unschuld und gibt an, es sei ihm um die Aufdeckung der Hintermänner der angeblichen Lobbyisten gegangen. Die Staatsanwaltschaft ermittelte nach eigenen Angaben insgesamt 15 Monate lang in fünf Staaten und vernahm 90 Zeugen. dpa

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