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Blut toter Polizistin an Hose

aus NSU-Wohnung entdeckt

Zwickau/Heilbronn - Bei der Aufklärung des Mordes an der Polizistin Michele Kiesewetter im Jahr 2007 sind die Ermittler nach einem „Spiegel“-Bericht vorangekommen. Kriminaltechniker hätten auf einer Jogginghose, die in der Wohnung der Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) in Zwickau sichergestellt worden war, Blutspuren gefunden. Diese gehörten nach einem DNA-Vergleich eindeutig Kiesewetter, schreibt das Nachrichtenmagazin. In den Hosentaschen seien außerdem zwei gebrauchte Taschentücher entdeckt worden, an der DNA des NSU-Terroristen Uwe Mundlos gewesen sei. Eine Quelle nannte das Magazin nicht. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte am Sonntag, man könne keine Einzelheiten zu den Ermittlungsergebnissen nennen. Allerdings hätten die Ermittlungen den dringenden Verdacht, dass der Mord an der Polizistin dem NSU zuzurechnen sei, weiter erhärtet. dpa

Krankenkassenchef fordert Abschaffung der Praxisgebühr

Berlin - Erstmals fordert auch der Chef einer Krankenkasse die Abschaffung der Praxisgebühr. Der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse (TKK), Jens Baas, sagte der „Bild am Sonntag“, die Krankenkassen und der Gesundheitsfonds stünden derzeit finanziell sehr gut da. „Es gibt keinen Grund, den Kranken sinnlos in die Tasche zu greifen.“ Die Praxisgebühr verhindere keine unnötigen Arztbesuche und steuere keine Patientenströme. Sie sei „schlicht ein Ärgernis“, sagte Baas. Die Praxisgebühr von zehn Euro, die seit 2004 jeder Patient beim ersten Arztbesuch im Quartal bezahlen muss, bringt jährlich zwei Milliarden Euro ein. Baas hält diese Einnahmen für verzichtbar. AFP

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