NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

SYRIEN

Brahimi soll auf Annan folgen –

Kämpfe dauern an

Damaskus/New York - Der algerische Ex-Außenminister Lakhdar Brahimi wird neuer UN-Vermittler im Syrien-Konflikt. Das teilten die Vereinten Nationen am Freitag in New York mit. Brahimi tritt die Nachfolge von Kofi Annan an, der seinen Rücktritt mit einer Blockade der ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats im Syrien-Konflikt begründet hatte. Damaskus wurde derweil erneut zum Kampfschauplatz. Aktivisten berichteten von Explosionen rund um den Militärflughafen Al-Messe im Westen der syrischen Hauptstadt. dpa/rtr

IRAK

Mehr als 90 Tote

bei Anschlagsserie

Bagdad - Bei einer Serie schwerer Attentate am Donnerstag sind im Irak nach Behördenangaben vom Freitag mindestens 93 Menschen getötet worden. Die Attentate begannen am Donnerstagmorgen im Norden des Landes und endeten erst kurz vor Mitternacht mit tödlichen Bombenexplosionen in der Nähe von belebten Märkten, Restaurants und Eisdielen. Die offensichtlich abgestimmte Serie von Attentaten deutet auf eine Urheberschaft des Terrornetzwerks Al Qaida hin. dapd

GROSSBRITANNIEN

Assange will am Sonntag

vor die Öffentlichkeit treten

London - Wikileaks-Gründer Julian Assange will nach seinem erfolgreichen Antrag auf Asyl in Ecuador am Sonntag vor die Öffentlichkeit treten. Das kündigte die Enthüllungsplattform Wikileaks im Kurznachrichtendienst Twitter an. Assange werde „vor der Botschaft Ecuadors“ ein Statement abgeben, hieß es. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht. Unklar blieb, ob Assange tatsächlich selbst vor das Gebäude kommt. Er würde damit riskieren, von der britischen Polizei festgenommen zu werden. dpa

INDIEN

Verbot von Massen-SMS

soll Flucht Tausender verhindern

Neu Delhi - Das indische Innenministerium hat am Freitag für 15 Tage landesweit den Massenversand von SMS verboten. Während dieser Zeit können keine Text- und Multimedianachrichten vom Handy an mehr als fünf Empfänger gleichzeitig geschickt werden. Hintergrund ist die panikartige Flucht von etwa 20 000 Menschen aus südindischen Metropolen wie Bangalore und Chennai. Die aus Assam und anderen nordostindischen Staaten stammenden Menschen sind aus Angst vor Übergriffen teilweise mit Sonderzügen zurück in ihre Heimat gereist. Ausgelöst wurde der Exodus von Gerüchten über Gewalt gegen Menschen aus der Region, die über Kurznachrichten und soziale Netzwerke verbreitet wurden. Zu konkreten Übergriffen kam es in den südindischen Städten aber nicht. dpa

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