NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

GROSSBRITANNIEN

Regierung: Assange ausliefern

ist Pflicht

London - Die britische Regierung hat ihre Absicht, den Wikileaks-Gründer Julian Assange nach Schweden auszuliefern, nach dessen erstem öffentlichen Auftritt seit Monaten bekräftigt. „Laut unserem Gesetz sind wir, nachdem alle Möglichkeiten des Einspruchs ausgeschöpft sind, verpflichtet, ihn nach Schweden auszuliefern“, sagte ein Sprecher von Premier David Cameron. „Es ist unsere Absicht, diese Pflicht zu erfüllen. dpa

SÜDAFRIKA

Mine droht streikenden Kumpeln

mit Kündigung

Johannesburg - Nach blutigen Ausschreitungen mit Dutzenden von Toten hat der Betreiber der Lonmin-Platinmine in Südafrika den streikenden Bergarbeitern ein Ultimatum gestellt: Wer bis Montag nicht an den Arbeitsplatz zurückgekehrt sei, dem drohe die Kündigung. In der Mine war es in den vergangenen zehn Tagen zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Dabei starben 44 Menschen, darunter zwei Polizisten. Die Bergleute fordern eine drastische Lohnerhöhung von 4500 Rand (440 Euro) auf 12 500 Rand (1200 Euro). dpa

WEISSRUSSLAND

Lukaschenko entlässt

seinen Außenminister

Minsk - Der Abwurf von 800 Teddybären über dem autokratisch regierten Weißrussland zieht weitere Kreise. Präsident Alexander Lukaschenko entließ am Montag seinen langjährigen Außenminister Sergej Martinow, nachdem er bereits den Chef der Flugabwehr und einen weiteren General in die Wüste geschickt hatte. Zum neuen Chefdiplomaten berief Lukaschenko nach Angaben des Präsidialamtes seinen bisherigen Stabschef Wladimir Makei. Eine schwedische PR-Firma hatte im Juli 800 Teddys über der ehemaligen Sowjetrepublik abgeworfen, um für mehr Demokratie zu werben. rtr

BIRMA

Regierung hebt Vorzensur

für Medien auf

Rangun - Birmas Regierung hat als Teil ihres Reformprogrammes ein Ende der Vorzensur für die Medien bekannt gegeben. Das Informationsministerium teilte mit, ab sofort müssten die Redaktionen ihre Werke nicht mehr vorab genehmigen lassen. Nachdem im Juni 2011 die Beschränkungen für einige Veröffentlichungen aufgehoben worden waren, gilt dies nun auch für die übrigen 80 politischen und sechs religiösen Publikationen. Das Staatsmonopol über die Medien bleibt jedoch bestehen. Journalisten begrüßten den Schritt, wiesen jedoch darauf hin, dass sie weiter zahlreiche Gesetze befolgen müssten. rtr

» Mehr Politik? Tagesspiegel lesen + 50 % sparen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben