NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

SYRIEN

Opposition wirft Armee

neues Massaker vor

Damaskus - Im syrischen Daraja, südwestlich der Hauptstadt Damaskus, hat es nach Angaben von Oppositionellen ein neues Massaker gegeben. Am Wochenende seien dort insgesamt 320 Leichen gefunden worden – darunter auch Frauen und Kinder, hieß es. Der Ort war zuvor Schauplatz heftiger Kämpfe gewesen – die Regierungstruppen von Präsident Baschar al Assad sollen dort einen Großeinsatz durchgeführt haben. Am Samstag hatte die in London ansässige syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte – diese ist ebenfalls mit Assad-Gegnern besetzt – bereits von 40 bis 50 Toten in Daraja berichtet. Überprüfen lassen sich diese Berichte ebenso wenig wie die offiziellen Regierungsangaben. Großbritannien reagierte als erstes westliches Land auf die Berichte: Sollten sich die Angaben der Opposition bewahrheiten, wäre das Vorgehen der Regierungstruppen in Daraja eine „Gräueltat neuen Ausmaßes“, sagte Außenstaatssekretär Allistair Burt in London. AFP

FRANKREICH

Kampf um Vorsitz

in Oppositionspartei UMP


Paris - Frankreichs konservative Oppositionspartei UMP steuert auf einen heißen Kampf um den Parteivorsitz zu. Am Sonntag warf der Generalsekretär der UMP Jean-François Copé seinen Hut in den Ring und brachte sich damit gegen den Ex-Ministerpräsidenten François Fillon in Stellung. Nach ihrer Niederlage bei den Wahlen sucht die Mitte-Rechts-Partei des ehemaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy nach einem Kandidaten, der die UMP geeint wieder nach vorn bringen kann. Umfragen zufolge wollen die meisten UMP-Anhänger Fillon und nicht den einstigen Haushaltsminister Copé als künftigen Parteichef. Um das Spitzenamt bemühen sich zudem der ehemalige Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire sowie Nathalie Kosciuosko-Morizet, Sarkozys Sprecherin im vergangenen Wahlkampf. rtr

ÄGYPTEN

Regierungschef verspricht

neue Verfassung noch im September

Kairo - Der Entwurf für eine neue Verfassung in Ägypten soll bis Ende September stehen und anschließend in einem Referendum zur Abstimmung gestellt werden. Das sagte der ägyptische Ministerpräsident Hischam Kandil der amtlichen Nachrichtenagentur Mena. Die Ausarbeitung der neuen Verfassung hatte in den vergangenen Monaten zu Unstimmigkeiten zwischen säkularen und islamistischen Kräften im Land geführt. Liberale Abgeordnete machten der Muslimbruderschaft – der mächtigsten politischen Gruppe Ägyptens – den Vorwurf, den Prozess an sich reißen zu wollen und verließen bereits zwei Mal die Verfassunggebende Versammlung, die das Grundgesetz ausarbeiten soll. Es wird erwartet, dass die neue Verfassung die Grenzen für die Befugnisse des Staatschefs und die Rolle des Islamischen Rechts festlegen wird. dapd

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