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Im Organspende-Skandal wird

gegen weiteren Arzt ermittelt

Regensburg - Im Zusammenhang mit dem Organspende-Skandal ist ein weiterer Arzt der Uniklinik Regensburg ins Visier der Justiz geraten. Seine Behörde ermittle nun auch gegen den beurlaubten Leiter der Chirurgie, teilte der stellvertretende Sprecher der Staatsanwaltschaft Regensburg, Markus Pfaller, am Montag mit. Er bestätigte damit einen Bericht des Magazins „Focus“. Pfaller betonte, die Behörde sei allerdings nicht von sich aus aktiv geworden, sondern habe damit auf eine bei der Göttinger Staatsanwaltschaft eingegangene Anzeige reagiert. Der Erstatter der Anzeige habe zur Begründung auf die arabischsprachige Internetseite der Uniklinik verwiesen, wo die Klinik ihre Leistungen vorstelle. Der Inhalt der Seite werde dem früheren Leiter der Chirurgie zugeschrieben. dpa

Gegner von Beschneidungen offenbar bedroht und eingeschüchtert

Gießen - Der Gießener Arzt, der in Hof Strafanzeige gegen einen Rabbiner wegen der Beschneidung von Minderjährigen gestellt hatte, wehrt sich gegen einen offenbar ihm geltenden Gewaltaufruf im Internet. Er habe am Sonntag Anzeige erstattet, bestätigte ein Polizeisprecher am Montag auf Anfrage. Die österreichische Onlinezeitung „die jüdische“ hatte am Dienstag einen Artikel veröffentlicht, in dem es ohne Namensnennung des Arztes heißt, man wünsche „ihm ruckzuck eine rituelle Beschneidung (humanerweise mit Lokalbetäubung)“. Der Arzt sagte zudem, in der Nacht zum Samstag habe vor seinem Haus „jemand im Gebüsch gehockt und Holzstöcke rhythmisch geschlagen, um mich zu verängstigen“. Er habe daraufhin den Staatsschutz eingeschaltet. dapd

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