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DEUTSCHLAND

80 verletzte Polizisten bei Kurdenfestival in Mannheim

Mannheim – Mehrere tausend Gewalttäter haben auf einem kurdischen Kulturfest in Mannheim rund 800 Polizisten mit Steinen und Flaschen in die Flucht geschlagen und Dutzende Beamte verletzt. Die Beamten waren den Angreifern nahezu hilflos ausgesetzt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag und sprach von „erschreckend aggressiven“ Ausschreitungen. Zu dem Kulturfest am Samstag waren etwa 40 000 Teilnehmer aus ganz Europa angereist. Insgesamt wurden nach Angaben des Innenministeriums 79 Beamte verletzt, einer von ihnen schwer. Die Polizei geht von 2500 Gewalttätern aus, die sich immer wieder unter die übrigen Festbesucher zurückgezogen hätten. Auslöser für den Gewaltausbruch war offenbar ein Streit um einen 14-Jährigen gewesen, der mit einer verbotenen Fahne das Festgelände betreten wollte. Die Polizei war deswegen von einem privaten Sicherheitsdienst des Veranstalters um Hilfe gerufen worden. Bei der Gewaltattacke selbst konnten weder Personalien festgestellt, noch Täter festgenommen werden, sagte Boll.dapd

IRAK

Vizepräsident in Abwesenheit

zum Tode verurteilt

Bagdad - Ein Gericht in Bagdad hat den irakischen Vizepräsidenten Tarik al Haschimi in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Der Sunnit wurde wegen der Organisierung von Todesschwadronen und mehrfachen Mordes verurteilt. Seiner Verhaftung hatte er sich durch Flucht in die Türkei entzogen. Al Haschimi und seine Anwälte hatten die Vorwürfe bestritten. Das Verfahren war in ihren Augen vom schiitischen Premier Nuri al Maliki gesteuert, der einen politischen Gegner aus dem Weg räumen wolle. dpa

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