NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

SPD im Revier nominiert

Michelle Müntefering für Bundestag

Herne - Die Ehefrau des ehemaligen SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering soll für die Sozialdemokraten in den Bundestag einziehen. Die Delegierten einer Wahlkreiskonferenz im nordrhein-westfälischen Herne nominierten die 32-jährige Michelle Müntefering am Dienstag als Direktkandidatin im Wahlkreis 141 Herne/Bochum II. Auf die Journalistin entfielen 77 Stimmen, für ihre Gegenkandidatin, die Herner Stadtverordnete Anke Hildenbrand (49), stimmten 51 Delegierte. Es gab 17 Enthaltungen. Die Direktkandidatur in dem Ruhrgebiets-Wahlkreis war bei den vergangenen Wahlen stets ein sicheres Sprungbrett in den Bundestag. „Ich will nicht wegen meines Namens gewählt werden“, sagte Müntefering in ihrer Bewerbungsrede. dpa

SYRIEN

25 Millionen Dollar Kopfgeld

auf Assad ausgesetzt

Istanbul - Syrische Geschäftsleute haben laut einem Bericht der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar zur Ergreifung des syrischen Staatschefs Baschar al Assad ausgesetzt. Das habe ein Offizier der Rebellentruppe „Freie Syrische Armee“ (FSA) in Kairo mitgeteilt, berichtete die halbamtliche türkische Agentur am späten Montagabend. FSA-Kommandeur Ahmed Hicazi betonte, die Geldgeber wollten aus Angst um ihr Leben nicht namentlich genannt werden. Hicazi, ein ExOberst der syrischen Armee, sagte, Ziel sei es, Mitglieder der Führung um Assad dazu zu bringen, etwas gegen den Präsidenten zu unternehmen. Das Geld komme von syrischen Geschäftsleuten innerhalb und außerhalb Syriens. AFP

CHINA

Prozess beendet: „Superbulle“

soll Mord gedeckt haben

Peking – In nur zwei Tagen ist im westchinesischen Chengdu der Prozess gegen den wegen seiner Anti-Mafia-Kampagne als „Superbulle“ bekannt gewordenen ehemaligen Polizeichef von Chongqing beendet worden. Wang Lijun hatte mit seiner Flucht in ein US-Konsulat den Sturz des chinesischen Spitzenpolitikers Bo Xilai und damit einen der größten chinesischen Politikskandale ausgelöst. Bos Ehefrau Gu Kailai wurde im August wegen Mordes verurteilt. Nun warf das Gericht Wang Lijung Fahnenflucht, Machtmissbrauch, Rechtsbeugung, Fahnenflucht und Bestechlichkeit vor. Ihm droht nach Medienberichten eine lange Haftstrafe – einige der Anklagepunkte sehen sogar die Todesstrafe vor. Wann das Urteil veröffentlicht wird, ist noch unklar. ben/dpa

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