NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Franz Müntefering

will nicht wieder in den Bundestag

Düsseldorf - Der frühere SPD-Partei- und Fraktionschef Franz Müntefering tritt erwartungsgemäß nicht mehr bei der Bundestagswahl an. Ein Sprecher der nordrhein-westfälischen SPD bestätigte, dass der 72-Jährige bei einer Veranstaltung in Marburg erklärt hat: „Das wird meine Frau alleine machen müssen.“ Michelle Müntefering kandidiert in dem für die SPD relativ sicheren Wahlkreis Herne/Bochum II erstmals für den Bundestag. dpa

Steinbrück wehrt sich gegen

Vorwurf des Amtsmissbrauchs

Berlin - Der mögliche Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, er habe in seiner Zeit als Bundesfinanzminister bei Post und Telekom um Sponsorengelder für ein Schachturnier geworben. Steinbrück gab in der „Süddeutschen Zeitung“ zu, er habe Geldgeber für die Veranstaltung gesucht, wehrte aber Kritik ab. Er habe für ein öffentliches Turner „nach Sponsoren im Interesse der großen Schachgemeinde“ gesucht, „woran ich nichts Ehrenrühriges erkennen kann“. Einem Medienbericht zufolge soll Steinbrück in einem Schreiben mit dem Briefkopf des Finanzministeriums bei den früheren Staatsunternehmen um Unterstützung in Millionenhöhe für das privat organisierte Turnier geworben haben. SPD-Chef Sigmar Gabriel nahm Steinbrück in Schutz. rtr

SOMALIA

Parlamentsabgeordneter

in Mogadischu erschossen

Mogadischu - Nach dem verheerenden Selbstmordanschlag vor wenigen Tagen geht das Blutvergießen in Somalia weiter. Am Samstag erschossen Unbekannte laut Polizei den somalischen Parlamentsabgeordneten Mustaf Hagi Mohamed Mòalin vor einer Moschee in Mogadischu. Mòalin ist der erste Abgeordnete des im August gewählten Parlaments, der Opfer eines Anschlags wurde. dpa

IRAN

Tochter von Expräsident Rafsandschani im Gefängnis

Teheran - Die Tochter des früheren iranischen Präsidenten Akbar Haschemi Rafsandschani muss wegen regierungsfeindlicher Propaganda für sechs Monate ins Gefängnis. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete, wurde die 49-jährige Faeseh Haschemi am späten Samstagabend nach ihrer Rückkehr aus London festgenommen. Haschemi war bereits im Januar verurteilt worden, wurde aber dank des Einflusses ihres Vaters nicht sofort eingesperrt. dpa

LIBANON

Christlicher Parteiführer

offenbar Ziel von Mordanschlag

Beirut - Im Libanon ist der christliche Parteiführer Michel Aoun nach eigenen Angaben Ziel eines Mordanschlags gewesen. „Ich war das Ziel von drei Mordversuchen in meinem Leben. Dies war der vierte Versuch, und er ist gescheitert“, sagte der frühere Armeekommandeur und Vorsitzende der Freien Patriotischen Bewegung im Fernsehen. Sein Konvoi sei auf der Rückfahrt aus dem Süden des Landes beschossen worden. AFP

SCHWEIZ

Bürger gegen

strikteres Rauchverbot

Zürich - In der Schweiz ist eine Volksabstimmung für ein strikteres Rauchverbot gescheitert. Die Initiative „Schutz vor Passivrauchen“ sei von mehr als 66 Prozent der Wähler abgelehnt worden, berichteten Schweizer Medien unter Berufung auf erste Schätzungen. Demnach lehnten die Bürger in mehreren Kantonen die Regelungen ab. Für eine Gesetzesänderung wäre nicht nur die Mehrheit der Wähler insgesamt, sondern auch die Mehrheit der Kantone, das sogenannte Ständemehr, benötigt worden. AFP

GEORGIEN

Zehntausende Gegner von

Saakaschwili siegessicher

Tiflis - Angesichts des Skandals um Foltervideos aus einem Gefängnis in Georgien gerät Präsident Michail Saakaschwili eine Woche vor der Parlamentswahl immer stärker in Bedrängnis. Auch am Sonntag rissen die Proteste in der Hauptstadt Tiflis nicht ab. Vor dem Justizgebäude waren mehrere Studenten im Hungerstreik aus Protest gegen die unmenschliche Behandlung in den georgischen Gefängnissen. Zu einer Großkundgebung in der Stadt Sugdidi im Westen der Südkaukasusrepublik mobilisierte die Opposition um den Milliardär Bidsina Iwanischwili Zehntausende Regierungsgegner. dpa

SUDAN/SÜDSUDAN

Keine Einigung

im Grenzkonflikt

Addis Abeba - Trotz der Androhung internationaler Sanktionen haben der Sudan und der Südsudan ihren Grenzkonflikt am Sonntag nicht beilegen können. Einen Tag nach Ablauf des Ultimatums des UN-Sicherheitsrates suchten Sudans Präsident Omar al Baschir und sein südsudanesischer Amtskollege Salva Kiir in Addis Abeba (Äthiopien) nach einer friedlichen Lösung. dpa

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