NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

INTERNATIONAL

Olympiaakten von München 1972 sollen freigegeben werden

Berlin/Passau - Die Akten von Bundesbehörden zum Olympia-Attentat vor 40 Jahren in München sollen so weit wie möglich freigegeben werden. Das Bundesinnenministerium von Hans-Peter Friedrich (CSU) habe die dafür nötige Koordination übernommen, bestätigte ein Ministeriumssprecher. Die Freigabe wird von den Angehörigen der von palästinensischen Terroristen getöteten israelischen Sportler seit Jahren gefordert. Am 5. September 1972 kamen während der Olympischen Spiele in München elf israelische Sportler, ein deutscher Polizist sowie fünf palästinensische Terroristen ums Leben. Sie starben bis auf zwei Israelis bei einem missglückten Befreiungsversuch auf dem Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck.  AFP

KUBA

Oppositionelle Bloggerin

Yoani Sánchez festgenommen

Havanna - Die regierungskritische Bloggerin Yoani Sánchez ist auf Kuba festgenommen worden, weil sie angeblich den Prozess um den Unfalltod des Regierungskritikers Payá stören wollte. Sánchez, die auch als Korrespondentin der spanischen Tageszeitung „El País“ arbeitet, war zunächst nicht erreichbar. Es gibt Berichte, dass auch der Ehemann der 37-Jährigen, der Journalist Reynaldo Escobar, in Polizeigewahrsam sei. AFP

JORDANIEN

Massendemonstrationen

für Reformen

Istanbul/Amman - In Jordanien sind nach dem Freitagsgebet rund 10 000 Menschen für Reformen in dem Königreich auf die Straße gegangen. Die Demonstranten forderten Verfassungsänderungen, die die Wahl eines Regierungschefs möglich machen. Zum Protestmarsch in der Hauptstadt Amman hatte die islamistische Muslimbruderschaft aufgerufen. Augenzeugen sprachen von einer der größten Demonstrationen in dem Land seit Beginn des Arabischen Frühlings. dpa

SÜDAFRIKA

Platinkonzern entlässt

12 000 streikende Minenarbeiter

Johannesburg - Der Minenbetreiber Anglo American Platinum hat am Freitag in Südafrika 12 000 streikenden Bergleuten per Mail oder SMS l oder SMS gekündigt. Derzeit befinden sich mit rund 80.000 Kumpel 16 Prozent der Belegschaft im gesamten südafrikanischen Bergbausektor im Arbeitskampf. Seit dem 12. September befinden sich mindestens 20 000 Minenarbeiter von Anglo American Platinum im Ausstand. Bei Zusammenstößen am 16. August erschossen Polizisten 34 Bergarbeiter. Die Streikenden fordern einen monatlichen Nettolohn in Höhe von 12 500 Rand (1 150 Euro). Anglo American Platinum betrachtet den Streik als illegal. Die betroffenen Mitarbeiter seien nicht zur Arbeit erschienen, hätten auch nicht an Verhandlungen teilgenommen. dapd

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