NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Zehntausende Daten aus Klinik

in Rastatt gestohlen

Rastatt - Aus einem Krankenhaus im baden-württembergischen Rastatt sind zehntausende Patientendaten verschwunden. Das Klinikum Mittelbaden habe Anfang Oktober Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Diebstahls gestellt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Baden-Baden am Freitag. Unklar war, ob die Sicherungskopien mit persönlichen Patientendaten und Befunden gestohlen oder versehentlich entsorgt wurden. Nach Angaben des Klinikums handelte es sich um Sicherungskopien mit Daten von 200 000 bis 300 000 Patienten, die im Kreiskrankenhaus Rastatt behandelt wurden. Die Dokumente reichten demnach bis ins Jahr 1996 zurück. AFP

Niedersachsens CDU wählt McAllister zum Spitzenkandidaten

Celle - Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) ist als Landesvorsitzender seiner Partei bestätigt worden. Mit 98,2 Prozent der Stimmen wählten ihn die 355 stimmberechtigten Delegierten am Freitag auf einem Parteitag in Celle. McAllister führt die Niedersachsen-CDU seit 2008. Ebenfalls am Freitag war der 41-Jährige offiziell als Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl 2013 nominiert worden. Der Parteitag, der als Wahlkampfauftakt der CDU in Niedersachsen gilt, sollte am Samstag mit der Debatte über das Regierungsprogramm fortgesetzt werden. Zum Abschluss wird zudem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Celle erwartet. dapd

Erstes Rededuell zwischen Merkel und Steinbrück am Donnerstag

Berlin - Im Bundestag kommt es in der kommenden Woche zu einem ersten Rededuell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück. Der frühere Finanzminister werde am Donnerstag auf die Regierungserklärung der Kanzlerin zum bevorstehenden EU-Gipfel antworten, wie aus der SPD-Bundestagsfraktion bekannt wurde. Es ist das erste direkte Aufeinandertreffen Steinbrücks mit der Kanzlerin seit seiner Nominierung zum Kanzlerkandidaten. rtr

EUROPÄISCHE UNION

Mitglieder einigen sich auf neue Sanktionen gegen den Iran

Brüssel - Im Atomstreit mit dem Iran haben sich die EU-Länder im Grundsatz auf ein umfassendes Sanktionspaket geeinigt. Die neuen Strafmaßnahmen zielen unter anderem auf die Geschäftsaktivitäten iranischer Banken und den Energiesektor des Landes, wie ein EU-Diplomat am Freitag in Brüssel sagte. Der offizielle Beschluss soll am Montag bei einem Treffen der EU-Außenminister fallen. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms nach Nuklearwaffen zu streben. AFP

JAPAN

Akw-Betreiber verharmloste

Tsunami-Gefahr in Fukushima

Tokio - Der Betreiber der Atomanlage im japanischen Fukushima hat nach eigenen Angaben die Gefahren durch einen Tsunami bewusst verharmlost. Die Betreiberfirma Tokyo Electric Power Company (Tepco) gab am Freitag erstmals zu, das bestehende Risiko verharmlost zu haben, um eine Schließung des Atomkraftwerks aus Sicherheitsgründen zu vermeiden. Das Erdbeben und der nachfolgende Tsunami vom 11. März 2011 forderten mehr als 15 000 Todesopfer. Es war die folgenschwerste Atomkatastrophe seit dem Unglück von Tschernobyl im Jahr 1986. Das Akw in Japan war schwer beschädigt worden, große Gebiete wurden radioaktiv verseucht. AFP

GROSSBRITANNIEN

Soldaten unter Mordverdacht – Militärjustiz ermittelt

London - Sieben britische Elitesoldaten sind im Zusammenhang mit einem Einsatz in Afghanistan 2011 wegen Mordverdacht festgenommen worden. Der Vorfall, der den Royal Marines zur Last gelegt wird, habe sich nach einem Gefecht mit Rebellen ereignet, zitierte die Nachrichtenagentur PA am Freitag einen Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums. „Dabei waren keine Zivilisten beteiligt“, betonte er. Die Untersuchungen liefen aber noch, die Militärjustiz sei nun mit dem Fall befasst. Erstmals im Afghanistan-Konflikt sind damit Soldaten aus Großbritannien unter Mordverdacht festgenommen worden. dpa

ITALIEN

Schüler und Lehrer demonstrieren gegen Einschnitte

Rom - Zehntausende Lehrer, Schüler und Studenten haben am Freitag in Italien gegen die Sparpolitik der Regierung von Mario Monti protestiert. An 90 Kundgebungen hätten insgesamt 100 000 Menschen teilgenommen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Die Demonstranten wandten sich gegen finanzielle Einschnitte und eine Erhöhung der Stundenzahl bei den Lehrern ohne Lohnausgleich. In Rom beteiligten sich rund 10 000 Menschen an dem Protest. Die Demonstranten warfen unter anderem Karotten auf das Bildungsministerium. dpa

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