NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

MALI

200 EU-Ausbilder sollen

Regierungssoldaten trainieren

Brüssel - Die malischen Regierungstruppen sind nach EU-Einschätzung auf europäische Hilfe angewiesen, um das westafrikanische Land wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Die verbliebenen 6000 bis 7000 Soldaten seien „längst nicht alle verlässlich“ und noch dazu „schlecht ausgerüstet, schlecht ausgebildet und demoralisiert“, hieß es am Dienstag aus EU- Kreisen. Eine europäische Ausbildungsmission mit rund 200 Trainern solle nun schnellstmöglich Abhilfe schaffen und neben der Kampfkraft auch die Kommandostruktur verbessern. „Dass unsere Truppen malische Soldaten im Kampf unterstützen, ist keine Option“, wurde erneut versichert. dapd

RUANDA

Oppositionsführerin

zu acht Jahren Haft verurteilt

Nairobi - In Ruanda ist Oppositionsführerin Victoire Ingabire wegen Hochverrat zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Bei der Urteilsverkündung war die Angeklagte am Dienstag in Kigali nicht im Gericht, wie der britische Rundfunksender BBC berichtete. Ingabire boykottierte den Prozess, den sie als politisch motiviert ansah. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslänglich wegen Bedrohung der Sicherheit des Staates gefordert. Ingabire wurde auch schuldig befunden, den Völkermord an rund 800 000 Tutsi und gemäßigten Hutu 1994 in Ruanda verharmlost zu haben. epd

ISRAEL

Regierung sendet Signale

der Entspannung in Richtung Iran

London - Die israelische Regierung hat im Streit über das iranische Atomprogramm überraschend ein Signal der Entspannung gesendet: Verteidigungsminister Ehud Barak sagte in einem am Dienstag veröffentlichten Interview, die iranische Regierung habe ihre Absicht vorerst auf Eis gelegt, eine Atomwaffe zu bauen. Diese Entscheidung erlaube „die Erwägung, den Moment der Wahrheit um acht bis zehn Monate zu verschieben“, sagte Barak dem „Daily Telegraph“. rtr

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