NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

RUSSLAND

Medwedew: Sängerinnen von

Pussy Riot lange genug im Gefängnis

Moskau - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat seine Kritik an der Verhängung von Haftstrafen gegen Sängerinnen der Punkband Pussy Riot bekräftigt. „Wenn ich Richter wäre, würde ich sie nicht ins Gefängnis stecken“, zitierte die Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Freitag den Premier. „Ich denke, dass es nicht richtig ist, dass sie Haftstrafen verbüßen.“ Sie seien schon lange genug inhaftiert. Medwedew hatte schon vor einiger Zeit eine weitere Haft der Musikerinnen als „unproduktiv“ bezeichnet und für die Umwandlung der Gefängnis- in eine Bewährungsstrafe plädiert. AFP

CHINA

Führung will auf Organentnahme

an Hingerichteten verzichten

Peking - China will ab 2013 sein umstrittenes System für Transplantationen auslaufen lassen, bei dem hauptsächlich die Organe von exekutierten Häftlingen verwendet werden. Das erklärte Wang Haibo vom chinesischen Gesundheitsministerium in einer Zeitschrift der Weltgesundheitsorganisation WHO. Den Behörden sei klar, dass ein System, das vor allem auf den Organen von Häftlingen im Todestrakt basiere, weder ethisch noch auf Dauer aufrechtzuerhalten sei, sagte Wang. Er leitet die Bemühungen Chinas zur Einführung eines neuen landesweiten Organspendesystems. dapd

ITALIEN

Faschistenführer der

Nachkriegszeit gestorben

Rom - Kurz vor seinem 86. Geburtstag ist Pino Rauti in Rom gestorben, eine der Gründerfiguren des rechtsextremen Movimento sociale italiano (MSI), einer Quasi-Nachfolgerin der Faschistischen Partei nach 1945. Rauti wurde mehrfach der Beteiligung an schweren Attentaten verdächtigt. Wegen Bahnanschlägen und des Massakers auf der Mailänder Piazza Fontana 1969 mit 17 Toten erging Haftbefehl gegen ihn; verurteilt wurde er nie. Der Wandlung des MSI zur moderateren Alleanza nazionale in den 90ern widersetzte Rauti sich. Roms Bürgermeister Alemanno war sein Schwiegersohn. ade

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben