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„Stolpersteine“ in Greifswald

aus dem Pflaster gerissen

Greifswald - Am Jahrestag der Pogromnacht vom 9. November 1938 haben vermutlich Rechtsextreme in Greifswald alle im Stadtgebiet verlegten „Stolpersteine“ aus dem Straßenpflaster gebrochen. Die elf Steine erinnerten an die während des Nationalsozialismus deportierten und getöteten Juden. Die Stadt war nach Angaben einer Sprecherin am Freitagmorgen von Bürgern auf die Straftat aufmerksam gemacht worden. Nach Angaben der Polizei hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen und geht nach derzeitigen Erkenntnissen von einem rechtsextremistischen Hintergrund aus. Greifswalds Oberbürgermeister Arthur König (CDU) erklärte, er werde alle rechtlichen Schritte einleiten, um die Aufklärung der Taten zu unterstützen. „Menschen, die bis heute nicht wahrhaben wollen, dass die jüdischen Mitbürger in der Zeit des Nationalsozialismus vernichtet wurden, werden nicht die Oberhand gewinnen.“ In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 hatten Nationalsozialisten Synagogen in ganz Deutschland in Brand gesteckt. dpa

Bundesagentur für Arbeit erwartet

für 2013 Milliardendefizit

Nürnberg - In Erwartung einer leicht steigenden Arbeitslosigkeit rechnet die Bundesagentur für Arbeit (BA) für 2013 mit einem Haushaltsdefizit von 1,1 Milliarden Euro. Dieses könne allerdings durch den für 2012 erwarteten Überschuss von 2,2 Milliarden Euro gedeckt werden, teilte die BA am Freitag in Nürnberg mit. Der Etat sieht für 2013 Einnahmen von 32,6 Milliarden Euro vor und damit um fast fünf Milliarden Euro weniger als 2012. Allerdings wird wegen der weiterhin guten Beschäftigungslage in Deutschland mit etwas höheren Beitragseinnahmen von 27,5 Milliarden Euro gerechnet (Vorjahr 26,7 Milliarden Euro). Die Ausgaben sollen von 35,3 Milliarden auf 33,7 Milliarden Euro sinken. dapd

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