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Deutschland weitet Entschädigung jüdischer NS-Opfer aus



Berlin - Deutschland erweitert die finanzielle Entschädigung für jüdische Opfer des Nationalsozialismus. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und der Vorsitzenden der Jewish Claims Conference, Julius Berman, unterzeichneten am Donnerstag in Berlin ein entsprechendes Abkommen. Damit wird vor allem der Kreis derer vergrößert, die Anspruch auf die Zahlungen haben. Für 80 000 Holocaust-Überlebende in Osteuropa, die bislang keine Entschädigung erhalten haben, ist eine einmalige Zahlung von 2500 Euro vorgesehen. Jüdischen Verfolgten, die in einem KZ oder einem Ghetto inhaftiert waren, soll eine monatliche Rente von 300 Euro gewährt werden. Wegen des hohen Alters der meisten Betroffenen wird darüber hinaus die Pflege von weltweit 100 000 bedürftigen NS-Opfern finanziell unterstützt. Grundlage für das Übereinkommen ist ein Vertrag aus dem Jahr 1992, in dem Deutschland die Entschädigungszusagen aus den 50er Jahren deutlich ausgeweitet hatte. Seit der Vereinbarung in 1992 gibt es jährliche Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und der Jewish Claims Conference über weitere Finanzhilfen. dpa

Schröder-Köpf will in Niedersachsen Integrationsbeauftragte werden

Hannover - Als neue Integrationsbeauftragte nach einem möglichen Regierungswechsel in Niedersachsen will die SPD- Politikerin Doris Schröder-Köpf die Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund deutlich verbessern. „Ich werde mich auch dann zu Wort melden, wenn es um Alltagsrassismus oder diskriminierende Äußerungen aus staatlichen Einrichtungen geht“, sagte die Frau von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder am Donnerstag in Hannover. Schröder-Köpf will das neu zu schaffende Amt, das in der Staatskanzlei angesiedelt sein soll, ehrenamtlich übernehmen. dpa

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