NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

FDP spricht sich gegen Gutscheine für Haushaltshilfen aus

Berlin - Der Vorschlag aus der Unionsfraktion für einen Haushaltshilfen-Zuschuss vom Staat stößt innerhalb der Koalition auf massive Bedenken. Das Finanzministerium sieht „relativ wenige denkbare Spielräume“ bei der Finanzierung, auch Abgeordnete von Union und FDP zeigten sich skeptisch. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hält das Modell für „nicht voll durchdacht“. Nachdem die FDP bereits das umstrittene Betreuungsgeld mitgetragen habe, müsse man nun darauf achten, dass nicht eine Entscheidung andere schwer erklärbare Entscheidungen nach sich ziehe. Das Gutscheinmodell sieht vor, dass Frauen sich bis zu 18 Monate lang eine Haushaltshilfe teilweise bezahlen lassen können. ks

Zu wenig Geld im Etat: Bremer Bildungssenatorin wirft hin

Bremen - Im Streit um die Schulpolitik der rot-grünen Koalition in Bremen ist Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD) zurückgetreten. Als Grund nannte sie den Umgang der Koalition mit dem Defizit im Bildungshaushalt. „Ich war bereit, durch Sparanstrengungen im Ressort einen erheblichen Teil der fehlenden Mittel selbst zu erwirtschaften“, ließ sie mitteilen. „Die aus meiner Sicht notwendigen zusätzlichen Mittel sind mir jedoch nicht zugestanden worden.“ dpa

ITALIEN

Stichwahl entscheidet über Spitzenkandidat der Linken

Rom - Der Spitzenkandidat der italienischen Linken bei der Parlamentswahl im kommenden Frühling wird am nächsten Wochenende in einer Stichwahl bestimmt. In der ersten Runde der Vorwahlen kam keiner der fünf Kandidaten auf die erforderliche Mehrheit von 50 Prozent der Stimmen. Der Generalsekretär der größten italienischen Linkspartei PD, Pierluigi Bersani, erhielt 44,9 Prozent der Stimmen, sein Herausforderer Matteo Renzi bekam 35,5 Prozent. dapd

AUSTRALIEN

Militär entschuldigt sich bei Soldaten wegen Missbrauchs

Sydney - Das australische Militär hat sich bei Soldaten entschuldigt, die von Kameraden oder Vorgesetzten sexuell, körperlich oder seelisch missbraucht worden sind. Verteidigungsminister Stephen Smith kündigte einen Fonds an, aus dem Betroffene Wiedergutmachungsgeld bekommen sollen. Eine Untersuchung hatte mehr als 700 Beschwerden offenbart, die bis 1960 zurückreichten. dpa

USA

10 000 US-Soldaten sollen nach 2014 in Afghanistan bleiben

Washington - Die US-Regierung will einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge nach dem Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan Ende 2014 rund 10 000 Soldaten dort belassen. Der Oberkommandierende John Allen habe eine Truppenstärke von 6000 bis 15 000 Soldaten empfohlen. Derzeit sind rund 67 000 US-Soldaten in Afghanistan. Das Pentagon teilte mit, es sei „verfrüht“, über künftige Truppenstärken zu spekulieren. AFP

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