NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

UNGARN

Rechte wollen Juden registrieren

Budapest - In Ungarn hat die rechtsextreme Jobbik-Partei mit der Forderung nach einer Erfassung der im Land lebenden Juden als Sicherheitsrisiko einen Sturm der Empörung ausgelöst. Der Jobbik-Abgeordnete Marton Gyongyosi sagte im Parlament in Budapest, angesichts des Konflikts zwischen Israel und der Hamas im Gaza-Streifen sei es an der Zeit „Menschen mit jüdischer Abstammung, die hier leben, insbesondere im ungarischen Parlament und in der ungarischen Regierung zu zählen, die in der Tat ein nationales Sicherheitsrisiko für Ungarn darstellen.“ Jobbik ist die drittstärkste Partei in Ungarn. rtr

JAPAN

Atomkraftgegner bündeln ihre Kräfte Tokio - Japans Atomkraftgegner schließen sich mit Blick auf die Mitte Dezember anstehenden Parlamentswahlen zusammen. Die Gouverneurin der Provinz Shiga, Yukiko Kada, tritt mit einer neuen Partei an, die einen Atomausstieg innerhalb von zehn Jahren will. „Wir werden die Atomkraftwerke so bald wie möglich abschaffen. Mein Vorschlag ist, das bis 2022 zu tun“, sagte Kada. Ihrer Partei für Japans Zukunft wollen sich andere Splitterparteien anschließen. Bei den Wahlen zum Unterhaus, das auch den Ministerpräsidenten bestimmt, will Kadas Partei mit 100 Kandidaten antreten. Gewählt wird am 16. Dezember. dpa

INTERNATIONAL

Datenklau von IAEO-Server

Wien - Hacker mit möglicher Verbindung zum Iran haben Daten aus dem Computersystem der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO gestohlen und im Internet veröffentlicht. Kontaktdaten von für die IAEO tätigen Wissenschaftlern seien am Sonntag auf einer Hackerwebseite veröffentlicht worden, teilte IAEO- Sprecherin Gill Tudor mit. Sie stammten von einem stillgelegten Server. Zusammen mit den Daten hatten die Hacker mit dem iranischen Namen „Pastoo“ auch die Drohung veröffentlicht, weitere heikle Informationen ins Netz zu stellen, sollten die Angriffe auf iranische Atomwissenschaftler weitergehen.dpa

SERBIEN/KOSOVO

Grenze wird gemeinsam verwaltet

Belgrad - Serbien und das Kosovo werden bereits am nächsten Montag mit der gemeinsamen Verwaltung ihrer Grenzen beginnen. Den Start mache der Grenzübergang Jarinje im Nordkosovo, berichteten die Zeitungen „Politika“ und „Blic“ am Mittwoch. An diesem Grenzübergang würden Grenzpolizisten und Zöllner aus Serbien und dem Kosovo unter Aufsicht der EU-Rechtsstaatsmission (Eulex) gemeinsam Dienst verrichten. Sollte dies funktionieren, sollen die übrigen fünf Grenzübergänge folgen. Bisher hatte Serbien die Grenzen zum Kosovo ignoriert, weil es die Unabhängigkeit seiner früheren Provinz nicht anerkennt. dpa

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