NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

MALI/FRANKREICH

Paris will zügig Militärintervention Paris - Die Vorbereitungen für einen internationalen Militäreinsatz gegen islamistische Rebellen in Mali kommen voran. UN-Sicherheitsratsmitglied Frankreich kündigte in New York an, noch in diesem Jahr die für eine Intervention notwendige Resolution vorzuschlagen. Der Kampfeinsatz gegen die den Norden beherrschenden Rebellen soll von Truppen der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas geführt werden. Der Chef der in Mali operierenden Gruppe der „Al Qaida im Maghreb“, Abdelmalek Droukdel, drohte Paris indirekt mit dem Tod der sieben französischen Geiseln, die sich in Mali in der Hand islamistischer Gruppen befinden. Die Tuareg sind zu einem Dialog mit der Zentralregierung in Bamako bereit, wollen sich aber nicht entwaffnen lassen. dpa/epd

TÜRKEI/SYRIEN

400 Bundeswehrsoldaten im Einsatz

Berlin - Die Bundeswehr soll sich mit bis zu 400 Soldaten am Nato-Einsatz in der Türkei zum Schutz vor Angriffen aus Syrien beteiligen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Mittwochabend aus Sicherheitskreisen in Berlin. Das Bundeskabinett will an diesem Donnerstag über die Entsendung von „Patriot“-Raketenabwehrstaffeln entscheiden. Der Bundestag soll bereits in der kommenden Woche über die Mission abstimmen, an der sich auch die USA und die Niederlande beteiligen wollen. Die Türkei hatte die Nato nach wiederholten Granateinschlägen in ihrem Grenzgebiet zu Syrien um Hilfe gebeten. Die „Patriot“-Raketen sind für die Abwehr von Flugzeug- oder Raketenangriffen geeignet. Der Einsatz soll ausschließlich dem Schutz türkischen Gebiets dienen. dpa

NORDKOREA

Rakete ist startklar

Seoul - Allen Warnungen zum Trotz setzt Nordkorea die Vorbereitungen für seinen umstrittenen Raketenstart unbeirrt fort. Es gebe Hinweise, dass die Aufstellung der Langstreckenrakete auf der Startrampe im Nordwesten des Landes abgeschlossen sei, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Regierungsangaben aus Seoul. Sollte die dreistufige Rakete am Wochenende betankt werden, könnte sie jederzeit in dem von Nordkorea angekündigten Startfenster vom 10. bis 22. Dezember gestartet werden, hieß es. Während das kommunistische Land vom Start einer Satelliten-Trägerrakete vom Typ Unha-3 sprach, gehen die USA, Südkorea und andere Länder davon aus, dass in Wirklichkeit erneut die Technologie für Interkontinentalraketen getestet werden soll. dpa

SCHWEIZ

Neuer Bundespräsident gewählt

Bern - Der Rechtspopulist Ueli Maurer wird im kommenden Jahr als Staatsoberhaupt die Schweiz repräsentieren. Die Bundesversammlung wählte am Mittwoch in Bern den 62-Jährigen von der national-konservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) zum Bundespräsidenten für 2013. Der amtierende Verteidigungsminister tritt damit die Nachfolge von Eveline Widmer-Schlumpf an, die das Amt in diesem Jahr innehat. Die Wahl Maurers war keine Überraschung: Das Amt des Bundespräsidenten geht in der Schweiz jedes Jahr an ein anderes Kabinettsmitglied. Neben Repräsentationspflichten und der Leitung der Regierungssitzungen sind mit dem Amt kaum Aufgaben verbunden. Maurer erhielt trotz Wahlempfehlung für ihn nur 148 der 202 gültigen Stimmen. dpa

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben