NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Pflichtverteidiger für Zschäpe

Berlin - Die wegen des Verdachts auf Beteiligung an den NSU-Verbrechen angeklagte Beate Zschäpe wird jetzt von drei Pflichtverteidigern vertreten. Das Oberlandesgericht München fasste den Beschluss, die Berliner Anwältin Anja Sturm und den Koblenzer Kollegen Wolfgang Stahl als weitere Pflichtverteidiger beizuordnen. Seit Beginn des Verfahrens wird Zschäpe bereits von dem Kölner Rechtsanwalt Wolfgang Heer vertreten. Der Prozess gegen Zschäpe und vier weitere Angeschuldigte soll spätestens im April 2013 beginnen. Im Januar will der 6. Strafsenat über die Zulassung der Anklage entscheiden.fan

AFGHANISTAN

Gauck besucht deutsche Soldaten

Masar-i-Scharif - Bundespräsident Joachim Gauck hat vor deutschen und internationalen Soldaten in Afghanistan eine realistische Einschätzung der Lage des Landes gefordert. Er wünsche sich weder Schwarzmalerei noch Schönfärberei, sondern Realismus, sagte er am Montag bei seinem ersten Besuch in Afghanistan im deutschen Hauptquartier bei Masar-i-Scharif. Gauck bezeichnete den Einsatz am Hindukusch als Erfolg.dpa/mis

ISRAEL

Wohnungsbau in Ost-Jerusalem

Jerusalem - Das israelische Innenministerium hat am Montag grünes Licht für den Bau von 1500 Wohnungen in Ost-Jerusalem gegeben. Eine Sprecherin des Innenministeriums sagte, die Wohnungen sollten im Viertel Ramat Schlomo entstehen. Das Vorhaben hatte im März 2010 während eines Besuchs von US-Vizepräsident Joe Biden in Jerusalem eine heftige diplomatische Krise zwischen den Regierungen Israels und der USA ausgelöst. 2011 war es vorerst auf Eis gelegt worden. AFP

FRANKREICH

Konservative legen Streit bei

Paris - Der wochenlange Streit um die politische Nachfolge des früheren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy ist beigelegt. Die beiden Rivalen Jean-François Copé und François Fillon einigten sich am Montagabend auf eine Wiederholung der von Manipulationsvorwürfen überschatteten Urabstimmung über die zukünftige Führung der konservativen UMP-Partei. Sie wird vermutlich im September 2013 stattfinden. Bis dahin führt Copé die größte französische Oppositionspartei. Der frühere Premierminister Fillon macht im Gegenzug für die schnelle Neuwahl die Gründung der eigenen Fraktion in der Nationalversammlung rückgängig. dpa

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