NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

ISRAEL

Regierung forciert Siedlungsbau – trotz Kritik des UN-Sicherheitsrats

New York/Jerusalem - Ungeachtet der scharfen Kritik von 14 der 15 UN-Sicherheitsratsmitglieder an seiner Siedlungspolitik hat Israel den Bau von 6000 Wohnungen im Westjordanland genehmigt. In ungewöhnlicher Einhelligkeit hatten zuvor die vier europäischen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Portugal, die Baupläne scharf kritisiert. AFP/rtr

SERBIEN

Belgrad will für Landsleute

im Kosovo einen Staat im Staat

Belgrad/Pristina - Serbien will für seine Landsleute im Kosovo einen fast unbegrenzt selbstständigen eigenen QuasiStaat schaffen. Die etwa zehnprozentige serbische Minderheit im albanischen Kosovo soll eine eigene Regierung erhalten, heißt es in dem Plan der serbischen Staats- und Regierungsspitze, der von der Belgrader Agentur Beta am Donnerstag veröffentlicht wurde. Nach den Vorstellungen Serbiens sollen die Landsleute im Kosovo eine eigene Polizei, Justiz, Nationalfahne, Hymne und ein eigenes Wappen erhalten. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière hat derweil Serbien und dem Kosovo Fortschritte bei der Lösung der seit Jahren schwelenden Kosovokrise bescheinigt. Über die vereinbarten gemeinsamen Grenzkontrollen sagte er am Donnerstag während eines Truppenbesuchs in Pristina: „Das ist, wenn es denn funktioniert, ein großer Fortschritt.“ dpa

MALI

Vereinte Nationen stimmen für Friedensmission

New York - Der UN-Sicherheitsrat hat sich am Donnerstag einstimmig für die Entsendung von Friedenstruppen in das krisengeschüttelte Mali entschieden. Die unter afrikanischer Führung stehende Mission soll die Regierung Malis „mit allen notwendigen Mitteln“ im Kampf gegen Terroristen und bewaffnete Rebellengruppen im Norden des Landes unterstützen. Die Friedenstruppe wird der Übergangsregierung des westafrikanischen Landes dabei helfen, den Schutz der Zivilisten zu gewährleisten. dpa

ALGERIEN

Frankreichs Präsident nennt Kolonialzeit „ungerecht und brutal“

Algier - Frankreichs Präsident François Hollande hat die französische Kolonialzeit in Algerien als „zutiefst ungerecht und brutal“ verurteilt. Bei seinem Staatsbesuch in Algier sagte Hollande am Donnerstag vor den beiden Kammern des Parlaments: „Ich erkenne hier die Leiden an, die die Kolonialisierung dem algerischen Volk zugefügt hat.“ Eine Entschuldigung für französische Verbrechen sprach der Sozialist aber erneut nicht aus. AFP

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