NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

ÄGYPTEN

Prozess gegen Mubarak

wird neu aufgerollt

Kairo - Fast zwei Jahre nach dem Sturz von Ägyptens Langzeitpräsident Husni Mubarak beginnt das juristische Verfahren gegen den 84-Jährigen wieder von vorne. Ein Kassationsgericht entschied am Sonntag in Kairo, dass der Prozess neu aufgerollt wird und gab damit den Beschwerden der Verteidigung sowie der Staatsanwaltschaft statt. Mubarak war wegen Mitschuld am Tod von mehr als 800 Demonstranten während der Proteste im Arabischen Frühling 2012 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Entscheidung betrifft auch den früheren Innenminister Habib al Adli. Jetzt hoffen viele Gegner Mubaraks auf die Todesstrafe für den Ex-Machthaber und seinen Minister. Im Präsidentschaftswahlkampf hatte auch das heutige Staatsoberhaupt Mohammed Mursi seinen islamistischen Anhängern versprochen, Mubarak an den Galgen zu bringen. Derzeit wird der 84 Jahre alte Mubarak wegen Verletzungen an den Rippen nach einem Sturz im Gefängnis medizinisch behandelt. dpa ]

/ ]INDIEN

Wieder Frau von mehreren Männern brutal vergewaltigt

Neu Delhi - Trotz der jüngsten Massenproteste reißt die Vergewaltigungserie in Indien nicht ab. Am Sonntag sorgte ein neuer Fall für Schlagzeilen, weil er an die Horrortat von Delhi erinnerte, bei der am 16. Dezember sechs Männer eine 23-jährige Studentin in einem fahrenden Bus vergewaltigt und zu Tode gefoltert hatten. Den Angaben zufolge hatte die 29-jährige Frau am Freitag im nördlichen Pandschab einen Bus bestiegen, um vom Dorf ihrer Eltern nach Hause zu fahren. Sie war die einzige Passagierin. Trotz ihres Flehens soll der Busfahrer jedoch nicht in ihrem Dorf gehalten, sondern sie in eine entlegene Gegend gefahren haben. In einem Haus dort seien der Busfahrer, der Schaffner und fünf ihrer Freunde über die Frau hergefallen und hätten sie die ganze Nacht vergewaltigt. Erst am nächsten Morgen habe der Fahrer die Frau nahe ihrem Dorf freigelassen. Laut Polizei wurden sechs der sieben mutmaßlichen Täter festgenommen. chm

SLOWENIEN

Koalitionspartner fordert Rücktritt von Ministerpräsident Jansa

Ljubljana - Nach der Einleitung von Ermittlungen gegen Sloweniens Regierungschef Janez Jansa wegen Korruption hat ein Koalitionspartner den Premier zum Rückzug aufgefordert. Sollte Jansa sein Amt nicht binnen zehn Tagen niederlegen, werde die Bürgerliste (DL) die Koalition verlassen und einen Misstrauensantrag im Parlament unterstützen, sagte DL-Chef Gregor Virant am Wochenende in Ljubljana. Auch ein anderer Koalitionspartner hat Jansa den Rücktritt nahegelegt. Die Justiz hatte vor wenigen Tagen Ermittlungen wegen des Verdachts der Korruption gegen Jansa und dessen oppositionellen Rivalen Zoran Jankovic, der Bürgermeister von Ljubljana ist, eingeleitet. Die beiden Politiker führen die beiden größten Parteien des Landes. AFP

ISRAEL

Protestcamp auf Bauplatz

für geplante Siedlung geräumt

Tel Aviv - Israelische Sicherheitskräfte haben in der Nacht zum Sonntag ein palästinensisches Protestcamp im Westjordanland geräumt. Mehr als 100 Palästinenser und ausländische Aktivisten seien von dem sogenannten E1-Gelände zwischen Jerusalem und der Siedlung Maale Adumim weggebracht worden, bestätigte ein Polizeisprecher. Die Palästinenser hatten am Freitag 20 Zelte errichtet, um gegen den von Israel angekündigten Siedlungsbau zu protestieren. Sie erklärten, dort solle ein neues palästinensisches Dorf entstehen. dpa

RUSSLAND

Zehntausende demonstrieren

gegen Putins Politik

Moskau - Zehntausende Menschen haben unbeeindruckt von einem Großaufgebot der Polizei und Eiseskälte gegen Kremlchef Wladimir Putin protestiert. Zu dem ersten „Marsch gegen die Schurken“ kamen am Sonntag allein im Stadtzentrum von Moskau mehr als 20 000 Menschen, wie unabhängige Beobachter schätzten. Auch in Sankt Petersburg und vielen anderen Städten riefen Regierungsgegner „Russland ohne Putin!“ und „Freiheit für politische Gefangene!“ dpa

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