NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

GRIECHENLAND

Schüsse auf Parteizentrale

Athen - In Griechenland eskaliert die Auseinandersetzung um den strikten Sparkurs der Regierung von Ministerpräsident Antonis Samaras. In der Nacht zum Montag gaben Unbekannte mehrere Schüsse auf die Parteizentrale der von Samaras geführten konservativen Nea Dimokratia (ND) an der Athener Syngrou-Allee ab. Menschen wurden nicht verletzt. Eines der offenbar aus einem Kalaschnikow- Gewehr abgefeuerten Projektile durchschlug das Fenster des Büros von Samaras, der sich jedoch gewöhnlich im Amtssitz des Regierungschefs und nicht in seinem Parteibüro aufhält. Auf der Straße vor dem Gebäude fand die Polizei neun Patronenhülsen. In der Nähe des Tatorts wurde ein ausgebranntes Auto entdeckt. Hinweise auf die Täter ergaben die Untersuchungen jedoch zunächst nicht. Allerdings hatten Anarchisten in den vergangenen Tagen mehrere Brandanschläge auf Wohnungen und Büros von Journalisten sowie Politiker verübt. öhl.

KOLUMBIEN

Jimmy Carter soll vermitteln

Bogota - Der ehemalige US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Jimmy Carter (88) soll bei den Friedensverhandlungen in Kolumbien helfen. Vor der Fortsetzung der Gespräche zwischen der Regierung und der linksgerichteten Guerilla-Organisation Farc hat Innenminister Fernando Carillo eine Zusammenarbeit mit dem nach Carter benannten Institut für Menschenrechte ins Gespräch gebracht. Die beiden Delegationen treffen in diesen Tagen zur nächsten Gesprächsrunde in der kubanischen Hauptstadt Havanna ein. Die Friedensgespräche zwischen der Farc und der Regierung begannen Mitte Oktober in Oslo und wurden anschließend in Havanna fortgesetzt. Kolumbiens Unterhändler stellten in Aussicht, die Farc nach einer Einigung als politische Partei anzuerkennen. KNA

INDIEN

Drohung an Pakistan

Neu-Delhi - Der indische Armeechef Bikram Singh hat Pakistan im Streit um Kaschmir mit Waffengewalt gedroht. „Ich erwarte von meinen Kommandeuren an der Kontrolllinie, angesichts von Provokation und Beschuss aggressiv und offensiv zu sein“, sagte er am Montag. Singh warf Pakistan vor, einen Angriff am Dienstag vergangener Woche geplant zu haben. Bei dem Gefecht waren nach indischen Armeeangaben zwei indische Soldaten getötet worden. Die Leichen wurden demnach verstümmelt, einer fehlte der Kopf. dpa

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