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Linkspartei empört über den DGB

Berlin - Die Linkspartei sieht sich zum Auftakt des Bundestagswahljahres vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ausgegrenzt. Anlass des Protests ist eine vom DGB geplante Bundesvorstandsklausur an diesem Dienstag und Mittwoch, zu der als Gäste Kanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Grüne) geladen sind. Irritierend sei, dass der DGB mit Erfindern und Unterstützern der Agenda 2010 eine „neue Ordnung der Arbeit“ durchsetzen wolle, erklärte der Chefvolkswirt der Linksfraktion, Michael Schlecht. Er und weitere acht Bundestagsabgeordnete – darunter Ex-Parteichef Klaus Ernst – schrieben einen Brief an DGB-Chef Michael Sommer und nannten es „sehr befremdlich“, dass gerade die Linkspartei ausgegrenzt werde, die viele Vorschläge auch der Gewerkschaften aufgreife. Dies sei „ein Verstoß gegen das Prinzip der Einheitsgewerkschaft“ und auch gegen die eigenen Interessen des DGB. m.m.

41 Missbrauchsopfer melden sich

Düsseldorf - Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) hat eine erste Bilanz ihrer Anlaufstelle für Opfer sexualisierter Gewalt vorgelegt. Danach haben sich in den vergangenen eineinhalb Jahren 61 Personen, darunter 41 Opfer, an die Beratungsstelle gewandt, wie die rheinische Landeskirche am Montag in Düsseldorf bekannt gab. Beschuldigt würden 56 Menschen. In 43 Fällen seien diese Mitarbeiter im kirchlichen Dienst, bei den anderen handele es sich um Ehrenamtliche. Seit 2003 existiert in der EKiR ein „Verfahren für den Umgang mit Verdachtsfällen auf Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ in Bezug auf Kirchenmitarbeiter. In dieser Zeit hat die Landeskirche 24 Fälle disziplinarisch verfolgt. KNA

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