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Kölner Kardinal entschuldigt

sich wegen Klinikaffäre

Köln - Erzbischof Joachim Meisner hat sich nach der Kölner Klinikaffäre bei dem abgewiesenen Vergewaltigungsopfer entschuldigt. „Dieser Vorgang beschämt uns zutiefst, denn er widerspricht unserem christlichen Auftrag und Selbstverständnis“, erklärte Meisner. Was der Frau widerfahren sei, hätte nie geschehen dürfen. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass eine junge Frau nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung an zwei katholischen Krankenhäusern in Köln abgewiesen worden war. Es müsse genau erforscht werden, was zu dieser Abweisung geführt habe. „So etwas darf sich auf keinen Fall wiederholen“, betonte Meisner: „Eine Vergewaltigung ist ein schlimmes Verbrechen.“ Meisner sprach sich aber indirekt gegen die Verordnung der „Pille danach“ aus, die durch Verhinderung oder Verzögerung des Eisprungs eine Schwangerschaft verhindern kann. dpa



Weitere US-Universität will

nichts von Guttenberg wissen

Washington - Auch am renommierten Dartmouth College in New Hampshire wird der frühere Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nicht auftreten. Weil Guttenberg weite Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben hatte, war er zurückgetreten und verlor auch seinen Doktortitel. Wegen dieses Verstoßes gegen wissenschaftliche Regeln organisierte die Germanistik-Professorin Veronika Füchtner jetzt eine Petition gegen seien Vortrag in Dartmouth. Guttenberg verzichtete daraufhin. Im Herbst hatten Studenten der Eliteuni Yale seine Ausladung erreicht. dpa

Linker Flügel der Linkspartei wirft Führung Regierungsfetischismus vor

Berlin - Der linke Flügel der Linkspartei hat die Parteiführung wegen immer neuer Offerten zur Bildung einer rot-rot-grünen Bundesregierung scharf kritisiert. In einer Erklärung, unter anderem unterzeichnet von den NRW-Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke und Inge Höger, schrieb die Parteigliederung Antikapitalistische Linke: „Dieser Regierungsfetischismus stößt ab.“ Es gebe keine Mehrheit links von der Mitte. Die Spitzenfunktionäre sollten sich „nicht wundern, wenn dies als Anbiederei verstanden“ werde und die Linke als uninteressante Kopie der SPD abgetan werde. m.m.

NPD-Vizechef muss wegen Wahlvideo 12 000 Euro Strafe zahlen

Berlin - Der Vizechef der NPD, Frank Schwerdt, muss zwölf Schülern in Mecklenburg-Vorpommern je 1000 Euro zahlen. Ein Urteil des Amtsgerichts Schwerin von 2012 ist rechtskräftig. Das Gericht hatte Schwerdt als presserechtlich Verantwortlichen der NPD verurteilt, weil die Partei vor der Landtagswahl 2011 ein Video mit den Schülern ohne deren Zustimmung als Werbefilm verwandt hatte. Der Schweriner Innenminister Lorenz Caffier (CDU) kritisierte die von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) geäußerte Ablehnung eines NPD-Verbotsverfahrens als „völlig verfehlt“. fan

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