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Foto: AFP
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POLEN

Früherer Primas Glemp ist tot

Warschau - Der frühere Primas der katholischen Kirche Polens, Kardinal Jozef Glemp, ist tot. Der 83-Jährige starb am Mittwoch nach langer Krankheit, teilte der Sprecher der katholischen Bischofskonferenz Polens mit. Glemp hatte im vergangenen März bekannt gemacht, dass er unter einem bösartigen Lungentumor litt. Der aus einer Arbeiterfamilie mit deutschen Wurzeln stammende Glemp stand von 1981 bis 2009 an der Spitze der katholischen Kirche Polens. In seine Amtszeit fielen das Kriegsrecht 1981, der Zusammenbruch des Kommunismus, der EU-Beitritt Polens und der Tod des polnischen Papstes Johannes Paul II. Kritiker warfen ihm eine zu zaghafte Haltung im Umgang mit der kommunistischen Staatsführung vor. Doch nach der politischen Wende in Polen wurde bekannt: Der Sicherheitsdienst hatte 15 Jahre lang vergeblich versucht, Glemp für Spitzeldienste anzuwerben. Im Alter von 80 Jahren gab er 2009 sein Amt als Primas auf. dpa

JORDANIEN

Staatstreue gewinnen Wahl

Amman - Regierungstreue Stammesvertreter haben die von Islamisten boykottierte erste Parlamentswahl in Jordanien seit den Revolutionen des Arabischen Frühlings gewonnen. Das Staats-Fernsehen berichtete am Donnerstag, die meisten der 150 Sitze seien an unabhängige Kandidaten gegangen. Dies sind vor allem Vertreter königstreuer Beduinenstämme und der etablierten Oberschicht. Nach der Bekanntgabe des Ergbnisses kam es in mehreren Städten zu Ausschreitungen und Protesten. Die größte Opposition im Lande ist die Islamistische Aktionsfront der Muslimbrüder, die unter anderem in Ägypten seit den dortigen Revolutionen politisch dominieren. rtr

NORDKOREA

Atom- und Raketentests angekündigt

Seoul - Mit offenen Drohungen gegen die USA hat das kommunistische Nordkorea einen dritten Atomwaffentest und neue Raketenstarts angekündigt. Einen Zeitplan gab die Führung in Pjöngjang dafür nicht an. Der geplante Atomtest und die Starts der Langstreckenraketen würden dem „Erzfeind“ USA gelten, hieß es am Donnerstag in einer Erklärung der Nationalen Verteidigungskommission. Das höchste Entscheidungsgremium des Landes reagierte damit auf den Beschluss des UN-Sicherheitsrats, die Sanktionen gegen Nordkorea wegen seines umstrittenen Raketenstarts im Dezember auszuweiten. Pjöngjang beschuldigt Washington, eine feindselige Politik zu verfolgen. dpa

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