NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

FRANKREICH

Demonstration gegen Reformen

Paris - Gegen die geplante Arbeitsmarktreform in Frankreich sind am Dienstag zehntausende Arbeitnehmer auf die Straße gegangen. In Paris, Marseille, Lyon und anderen Städten folgten Tausende einem Aufruf von vier Gewerkschaften, die in den Plänen eine Aushöhlung von Arbeitnehmerrechten sehen. Die Reform sieht unter anderem die Möglichkeit von Kurzarbeit in Krisenzeiten vor, zudem können Arbeitgeber in schweren Zeiten ihre Angestellten schneller entlassen. Zugleich ist auch eine Art Strafsteuer für Unternehmen vorgesehen, wenn sie mit Kurzzeitverträgen unbefristete Verträge zu umgehen versuchen. Die Reform wird von drei Gewerkschaften mitgetragen, andere lehnen sie ab. AFP

SYRIEN/LIBANON

EU-Hilfe für Kriegsflüchtlinge

Brüssel - Die EU-Kommission hat Libanon weitere 30 Millionen Euro zugesagt, um mit der hohen Zahl von Flüchtlingen aus Syrien zurechtzukommen. Libanon ist Syriens kleinster Nachbar und nimmt dennoch die höchste Zahl an Flüchtlingen aus dem Bürgerkriegsland auf, wie die Behörde am Dienstag in Brüssel erklärte. Mit der neuen Zahlung beläuft sich die EU-Hilfe auf knapp 75 Millionen Euro. Die syrische Regierung ließ unterdessen einen deutschen Journalisten frei, der ihren Angaben zufolge wegen illegaler Einreise festgenommen worden war. Der stellvertretende Außenminister Faisal Mekdad habe Billy Six an die russische Botschaft in Damaskus übergeben, teilte ein Sprecher des syrischen Außenministeriums am Dienstag mit. Six hatte im vergangenen Jahr für die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ mehrere Berichte aus dem Bürgerkriegsland Syrien geschrieben. AFP/dpa

NAHOST

UN sagen Marathon in Gaza ab

Gaza - Nach dem Ausschluss weiblicher Läufer vom diesjährigen Marathon im Gazastreifen durch die radikalislamische Hamas haben die Vereinten Nationen die Veranstaltung abgesagt. „Die Behörden im Gazastreifen (Hamas) haben dieses Jahr darauf bestanden, dass keine Frauen teilnehmen, und das konnten wir wegen der Prinzipien der Vereinten Nationen nicht akzeptieren“, sagte Sami Meschascha, ein Sprecher des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten am Dienstag. Bei zwei früheren Marathon-Läufen waren Frauen noch zugelassen. dpa

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