NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

IRAN

Einstiger Atom-Chefunterhändler

tritt bei Präsidentenwahl im Juni an

Teheran - Der frühere Chefunterhändler des Iran im Atomkonflikt tritt bei der Präsidentschaftswahl im Juni an. Sein Ziel sei es, „konstruktive Beziehungen zur Welt“ aufzubauen, sagte Hassan Rohani am Donnerstag. Der moderat-konservative Rohani war von 1989 bis 2005 Chef des Nationalen Sicherheitsrats. In dieser Funktion war er Chefunterhändler bei den Gesprächen mit der internationalen Gemeinschaft. In seiner Amtszeit setzte der Iran 2003 die Urananreicherung auf Druck des Westens aus. Nach der Wahl von Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad 2005 wurde das Atomprogramm wieder aufgenommen. Rohani kritisierte Ahmadinedschad, der nach zwei Amtszeiten nicht für das Amt kandidieren kann, am Donnerstag scharf. Dessen Regierung habe sich „über die Sanktionen lustig gemacht“, die sie hätte verhindern oder erleichtern können, sagte er. Der Iran wird verdächtigt, an der Entwicklung von Nuklearwaffen zu arbeiten. Teheran weist dies zurück. Von der internationalen Gemeinschaft ist der Iran wegen des Atomkonflikts mit Sanktionen belegt. AFP

SYRIEN

Dutzende Tote bei Strafaktion

des Regimes gegen Deserteure?

Istanbul/London - Mit einer brutalen Militäroffensive hat das syrische Regime nach Angaben der Opposition auf die Fahnenflucht einiger Soldaten reagiert. Wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London am Donnerstag erklärte, wurden in einer Kleinstadt in der Provinz Daraa mindestens 45 Menschen getötet. Soldaten des Regimes seien in den Ort Sanamain gekommen, um die Häuser zu durchsuchen und Jagd auf die Deserteure zu machen. dpa

ÄGYPTEN

Mursi zieht Klagen gegen

kritische Journalisten zurück

Istanbul/Kairo - Ägyptens islamistischer Präsident Mohammed Mursi hat offenbar alle Klagen gegen kritische Journalisten fallen gelassen. Die staatliche Zeitung „Al-Ahram“ berichtete am Donnerstag unter Berufung auf den Präsidentensprecher Ihab Fahmi, der Beschluss sei aus Rücksicht auf die Meinungsfreiheit gefällt worden. Mursis Büro hatte gegen mehrere Journalisten geklagt, weil sie den aus der Muslimbruderschaft stammenden Staatschef kritisiert hatten. dpa

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