NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

FRANKREICH

Schlechte Umfragen für Hollande

Paris - Die Franzosen waren in den vergangenen Jahrzehnten mit keinem Präsidenten so unzufrieden wie mit dem aktuellen Amtsinhaber François Hollande. In einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage des Instituts Ifop äußerten sich 74 Prozent enttäuscht von dem Sozialisten. Dies sei der schlechteste Wert, der seit Beginn der Befragungsreihe zum Start der V. Republik im Jahr 1958 registriert worden sei, berichtete die Tageszeitung „Journal du Dimanche“. Den Negativrekord hatte bislang Hollandes konservativer Vorgänger Nicolas Sarkozy gehalten. dpa

JAPAN

Umstrittenes Gedenken

Tokio - Ein japanisches Regierungsmitglied hat am Sonntag den umstrittenen Yasukuni-Schrein in Tokio besucht. Der Leiter der Nationalen Kommission für öffentliche Sicherheit, Keiji Furuya, sei anlässlich des Beginns des Frühlingsfests zu dem Gedenkort für die Toten des Zweiten Weltkriegs gekommen, teilte einer seiner Mitarbeiter mit. „Es ist für mich als Parlamentsmitglied ganz natürlich, den Geistern der Kriegstoten, die ihr Leben für dieses Land gegeben haben, mein ehrliches Beileid ausdrücken“, erklärte Furuya. Der Yasukuni-Schrein ist umstritten, weil dort mit Japans 2,5 Millionen Kriegstoten auch 14 verurteilte Kriegsverbrecher geehrt werden. Ministerpräsident Shinzo Abe spendete nach Angaben der Schreinverwaltung rituelle Altardekoration aus Holz und Stoff, die seinen Namen und seinen Titel tragen. AFP

USA

Lage in Guantanamo verschärft sich

Washington - Der Hungerstreik im US-Gefangenenlager Guantanamo weitet sich aus. Rund 77 der 166 Insassen des umstrittenen Militärgefängnisses auf Kuba beteiligten sich an der Protestaktion, wie der Militärsprecher Samuel House mitteilte. Dies waren 25 mehr als am Mittwoch. Demnach wurden 17 Häftlinge zwangsernährt, wobei fünf von ihnen im Krankenhaus behandelt wurden. Allerdings sei derzeit keiner von ihnen in Gefahr, betonte House. Nach Angaben von Anwälten wurde der Streik am 6. Februar ausgelöst durch den als entwürdigend empfundenen Umgang der Wärter mit Koran-Ausgaben. Im Kern aber richte sich der Streik gegen die seit elf Jahren andauernde unbegrenzte Inhaftierung ohne Anklage oder Prozess, erklärten die Anwälte. AFP

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