NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Milli-Görüs-Generalsekretär soll

elf Millionen Euro veruntreut haben

Berlin - Die Staatsanwaltschaft Köln hat einem Bericht des „Spiegel“ zufolge Anklage gegen den Generalsekretär der islamistischen Milli-Görüs-Gemeinschaft (IGMG) erhoben. Oguz Ücüncü soll mit drei früheren IGMG-Spitzenfunktionären mehr als elf Millionen Euro veruntreut haben. Zwischen 2005 und 2009 sollen die Beschuldigten anlässlich des islamischen Opferfestes von Gläubigen 377 000 Spenden in Höhe von 100 Euro gesammelt und davon ein Drittel zweckentfremdet haben. Die IGMG ist die größte islamistische Organisation in Deutschland. Sie betreibt rund 300 Moschee- und Kulturvereine. Wegen des Verdachts antidemokratischer und islamistischer Bestrebungen wird sie seit vom Verfassungsschutz beobachtet. Tsp

BULGARIEN

Polizei beschlagnahmt vor Wahl 350 000 gefälschte Stimmzettel

Sofia - Begleitet von Manipulationsvorwürfen haben die Bulgaren am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Es wurde mit einem knappen Ergebnis gerechnet, das dem ärmsten EU-Land ein monatelanges Machtvakuum bescheren könnte. Am Vorabend der Wahl stellte die Polizei 350 000 gefälschte Stimmzettel sicher. Sechs Jahre nach dem EU-Beitritt herrscht in dem südosteuropäischen Land mit seinen 7,3 Millionen Einwohnern große Unzufriedenheit. Die Gerb-Partei von Premier Boiko Borissow war im Februar nach gewaltsamen Demonstrationen gegen Korruption, Arbeitslosigkeit und massiv gestiegener Kosten für Strom, Wasser und Gas zurückgetreten. Größter Gegener sind die Sozialisten. Derzeit amtiert ein Übergangskabinett. Mit Trends wurde um 19 Uhr (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) gerechnet. rtr

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