NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

AFGHANISTAN

Pro Asyl fordert

Aufnahme von Ortskräften

Frankfurt (Main) - Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl fordert die großzügige Aufnahme afghanischer Ortskräfte in Deutschland. Nach dem Vorstoß der Briten in dieser Frage sei die Bundesregierung „nun noch stärker in der Pflicht“, mahnte die Organisation. Die britische Regierung hatte am Mittwoch eine Lösung für afghanische Mitarbeiter ihrer Truppen angekündigt: Wer mindestens ein Jahr für die Briten gearbeitet hat und bei Kampfeinsätzen dabei war, soll demnach ein Fünf-Jahres-Visum bekommen können. Für deutsche Stellen wie das Verteidigungsministerium arbeiten derzeit noch rund 1500 Ortskräfte in Afghanistan. Viele von ihnen haben Angst, von den Taliban als Kollaborateure bestraft zu werden. Die FDP-Verteidigungsexpertin Elke Hoff hatte dem Tagesspiegel gesagt, es müsse selbstverständlich sein, dass Deutschland jetzt Verantwortung für ihre Sicherheit übernehme. dpaPRO ASYL]

WEISSRUSSLAND

Regime schränkt Empfang ausländischer TV-Sender ein

Minsk - Die autoritär regierte Ex-Sowjetrepublik Weißrussland hat den Empfang

ausländischer Fernsehsender drastisch eingeschränkt. Bewohner von Mehrfamilienhäusern dürften nur noch mit behördlicher Genehmigung Satellitenschüsseln

oder Fernsehantennen an Dächern und Fassaden anbringen, entschied die Regierung der „letzten Diktatur Europas“. Bürgerrechtler kritisierten Medienberichten zufolge, das Verbot erinnere an düstere Sowjetzeiten. Ihrer Ansicht nach zielt der Erlass vor allem auf regierungskritische Kanäle, die aus Angst vor Repressionen oft auf ausländischen Frequenzen senden. Bereits montierte Satellitenschüsseln müssen zudem nachträglich genehmigt werden – oder abgebaut, hieß es in dem Beschluss. dpa

PAKISTAN

Taliban bekennen sich

zu Autobombenanschlag

Peschawar - Bei einem Bombenanschlag in Quetta im Südwesten Pakistans sind am Donnerstag 13 Menschen getötet worden, darunter elf Sicherheitskräfte. Zudem gebe es 16 Verletzte, teilte die Polizei mit. Die Bombe war demnach in einem Auto am Straßenrand deponiert und wurde gezündet, als ein Mannschaftstransporter der Sicherheitskräfte vorbeifuhr. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag, der in der Provinz Belutschistan verübt wurde. „Unser Ziel war die örtliche Polizei, die kürzlich einige unserer Kameraden aus dem Swat-Tal festgenommen und getötet hat“, sagte ein Sprecher.

Es war der zweite größere Anschlag in dem Land seit den Parlamentswahlen vom 11. Mai. Der neu gewählte Ministerpräsident Nawaz Scharif hatte die Taliban zu Gesprächen aufgerufen. Ein Sprecher der Islamisten sagte jedoch, dafür sei es zu früh. rtr

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