NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

RUSSLAND

100 000 Wirtschaftskriminelle

können auf Amnestie hoffen

Moskau - Weit über 100 000 russische Unternehmer, die wegen Wirtschaftsverbrechen verurteilt wurden, können auf Straferlass bei einer Amnestie rechnen, die offenbar beschlossene Sache ist. Ausgenommen von der Amnestie sind besonders schwere Verbrechen wie Anlagebetrug oder Veruntreuung von Staatseigentum. Präsident Wladimir Putin unterstütze die Idee im Prinzip, halte sie aber für noch nicht ausgereift und will Generalstaatsanwaltschaft sowie Experten an der Arbeit an einer entsprechenden Vorlage beteiligen, hieß es in Moskau. Auch die Regierungspartei „Einiges Russland“ signalisierte bereits Unterstützung. win

ITALIEN

Ruby gibt bei Prozess gegen Berlusconi-Vertraute Lüge zu

Mailand - Die Nachtclubtänzerin Karima al-Mahrough alias Ruby Rubacuore hat vor Gericht eingeräumt, im Zusammenhang mit den „Bunga-Bunga-Partys“ bei Italiens früherem Regierungschef Silvio Berlusconi gelogen zu haben. Die 21-jährige Marokkanerin hatte gegenüber den Richtern angegeben, von Berlusconi und seinem Buchhalter 187 000 Euro in bar bekommen zu haben. Während des Verfahrens in Mailand sagte sie nun, die Summe habe sie „erfunden“, um Eindruck zu schinden. Ruby äußerte sich als Zeugin in einem Verfahren gegen drei Beschuldigte, die laut Anklage als Zuhälter für Berlusconi gearbeitet und junge Frauen als Prostituierte für dessen Partys angeworben haben sollen. AFP

NORDKOREA

Pjöngjang will nun doch

zurück an den Verhandlungstisch

Peking - Nordkorea hat sich nach monatelangem Säbelrasseln nun auf Druck Chinas offen für eine Wiederaufnahme der internationalen Verhandlungen über sein Atomprogramm gezeigt. Allerdings bot der von Machthaber Kim Jong Un nach Peking entsandte Spitzendiplomat Choe Ryong Hae am Freitag nicht an, das umstrittene Programm einzustellen. rtr

NIGER

Französische Spezialkräfte

greifen bei Geiselnahme ein

Paris/Niamey - Nach dem Doppelanschlag auf eine Uranmine und ein Militärcamp in Niger haben französische Spezialkräfte eingegriffen, um eine Geiselnahme zu beenden. Während des Einsatzes am Freitagmorgen seien mindestens zwei Terroristen getötet worden, sagte Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian. Bei den Anschlägen am Donnerstag waren mehr als 20 Menschen gestorben. dpa

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