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AFGHANISTAN

Im Bereich der Bundeswehr viel mehr Talibanangriffe als bekannt

Kabul/Berlin - Die Aufständischen im nordafghanischen Zuständigkeitsgebiet der Bundeswehr haben 2012 weit häufiger angegriffen als bisher bekannt. Nach einer korrigierten und am Mittwoch bekannt gegebenen Statistik der Bundeswehr gab es 1228 Zwischenfälle und damit 241 mehr als 2011, was einem Anstieg von einem Viertel entspricht. Bisher waren 1009 Anschläge und Angriffe für 2012 erfasst. Der stellvertretende Befehlshaber Rainer Brinkmann sagte, der Anstieg sei „die logische Konsequenz der Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen“. Diese habe Reaktionen der Taliban hervorgerufen. dpa

FRANKREICH

Islamist nach Attacke auf Soldaten in Paris festgenommen

Paris - Vier Tage nach dem Angriff auf einen französischen Soldaten hat die Polizei den mutmaßlichen Messerstecher festgenommen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der am Donnerstag 22 Jahre alt werdende Mann aus religiösen Gründen gehandelt hat. Eine Überwachungskamera habe den Muslim Minuten vor der Tat bei einem Gebet gefilmt, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Der Mord an einem britischen Soldaten in der vergangenen Woche habe den Täter motiviert. Die britische Polizei geht dabei von einem islamistischen Hintergrund aus. „Es scheint klar, dass er töten wollte“, sagte der Pariser Staatsanwalt François Molins. Der Mann sei mit Beginn der Volljährigkeit zum Islam konvertiert, sagte Molins. Im Fall des tödlichen Angriffs auf einen britischen Soldaten in London hat die Polizei mit der Befragung eines der beiden Verdächtigen begonnen. Der 22-jährige Michael Adebowale sei am Dienstag aus dem Krankenhaus entlassen und jetzt in Polizeigewahrsam. rtrt/AFP

UN

Haager Tribunal verurteilt Kroatenführer zu 25 Jahren Haft

Den Haag - Der Anführer der bosnischen Kroaten im Bosnien-Krieg, Jadranko Prlic, ist am Mittwoch vom UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Nach Angaben von Richter Jean-Claude Antonetti fiel das Urteil einstimmig. Prlic war Vertreibung und Folter von Muslimen und anderen Nicht-Kroaten in der Zeit von 1991 bis 1994 vorgeworfen worden. Er war damals Präsident der selbst ernannten bosnisch-kroatischen Republik Herceg-Bosna. Der heute 53-Jährige habe insbesondere die Macht über die Internierungslager gehabt, sagte Antonetti. Die fünf Mitangeklagten wurden zu Haftstrafen zwischen zehn und 20 Jahren verurteilt. Der Bosnien-Krieg kostete 200 000 Menschen das Leben. AFP

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