NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

McAllister will ins Europaparlament

Hannover - Niedersachsens früherer Ministerpräsident David McAllister (CDU) will 2014 für das Europaparlament kandidieren. Das verlautete am Donnerstag aus Kreisen der CDU. An diesem Freitag wollen sich der CDU-Kreisvorstand und der geschäftsführende Bezirksvorstand in McAllisters Heimat Bad Bederkesa mit der Nominierung des 42-Jährigen befassen. Am 30. November stellt die niedersächsische CDU ihre Landesliste auf. McAllister könnte zum Spitzenkandidaten für die Europawahl im Mai 2014 gewählt werden. Der frühere Regierungschef wollte sich nicht zu dem Thema äußern. McAllister hatte nach der Wahl im Januar sein Amt als Ministerpräsident verloren, das er 2010 von Christian Wulff geerbt hatte. dpa

EUROPA

Vorratsdaten: Schweden verurteilt

Luxemburg - Im Streit um die Vorratsdatenspeicherung muss Schweden eine EU-Strafe von drei Millionen Euro zahlen. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschieden (Rechtssache C-270/11). Das Land habe die EU-Richtlinie von 2006 mit Verspätung umgesetzt und so europäisches Recht verletzt. Die EU-Richtlinie von 2006 schreibt den Staaten vor, Telefon- und Internetdaten ihrer Bürger zu Fahndungszwecken für mindestens sechs Monate zu speichern – ohne konkreten Anlass. Der Fall ist auch für Deutschland von Bedeutung. Im Mai 2012 hat die EU-Kommission auch Deutschland vor dem EuGH verklagt. dpa

GRIECHENLAND

Neonazis marschieren durch Athen

Athen - In einem Fackelzug sind hunderte Neonazis durch die griechische Hauptstadt Athen marschiert. Beim Marsch, der am Mittwochabend an den 560. Jahrestag des Falls von Konstantinopel erinnern sollte, machten Redner vor allem Stimmung gegen Türken und Kommunisten. Anwesend war auch der von zwei Leibwächtern eingerahmte Holocaust-Leugner Nikos Michaloliakos, Chef der antisemitischen und rassistischen Partei Chryssi Avgi (Goldene Morgenröte). Die Partei kam bei der Wahl 2012 auf fast sieben Prozent und hat 18 Abgeordnete im Parlament. AFP

NIEDERLANDE

UN-Tribunal spricht Serben frei

Den Haag - Das UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag hat den einstigen serbischen Geheimdienstchef Jovica Stanisic am Donnerstag aus Mangel an Beweisen vom Vorwurf der Kriegsverbrechen freigesprochen. Die Anklagevertretung habe nicht zweifelsfrei bewiesen, dass Stanisic und sein damaliger Stellvertreter, Franko Simatovic, an Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der Balkankriege in den 1990er Jahren beteiligt waren.AFP

IRAK

Mehr als 30 Tote bei Anschlagsserie

Eine neue Serie von Anschlägen mit mindestens 32 Todesopfern im Irak hat die Furcht vor einer unkontrollierbaren Eskalation des religiösen Konflikts angefacht. Allein in der Hauptstadt Bagdad töteten am Donnerstag sechs Autobomben und zwei weitere Explosionen 23 Menschen, wie Sicherheits- und Rettungskräfte mitteilten. Außenminister Hoschjar Sebari warnte vor einem „Glaubenskrieg“ in seinem Land. AFP

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