NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

NAHOST

Palästinenserchef Abbas beauftragt Unipräsident mit Regierungsbildung

Ramallah - Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat nach Angaben eines Regierungsvertreters den Präsidenten der Universität Al Nadschah von Nablus, Rami Hamdallah, mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. Er habe den Auftrag angenommen, bestätigte Hamdallah am Sonntagabend der Nachrichtenagentur AFP. Der Universitätspräsident, der gleichzeitig auch Generalsekretär der Zentralen Wahlkommission ist, tritt die Nachfolge des international angesehenen Regierungschefs Salam Fajad an, der im vergangenen April nach längerem Streit mit Abbas seinen Rücktritt eingereicht hatte. AFP

ÄGYPTEN

Verfasssungsgericht: Senat

ist nicht verfassungsgemäß

Kairo - Nach monatelangem politischem Tauziehen hat die Justiz in Ägypten am Sonntag den von Islamisten beherrschten Senat für nicht verfassungsgemäß erklärt. Das Gesetz zur Wahl der Mitglieder des Schura-Rates habe gegen die Verfassung verstoßen, hieß es in der Begründung des Verfassungsgerichts. Aus demselben Grund wurde die Verfassungskommission für nicht rechtmäßig befunden. Der Senat könne bis zur Wahl eines Parlaments fortbestehen, entschied der Präsident des Verfassungsgerichts, Maher al Beheiri. Unklar war allerdings, ob der Senat nach der Gerichtsentscheidung auch weiterhin Gesetze erlassen darf. AFP

SCHWEDEN

Sipri: Atommächte modernisieren ihre Waffenarsenale

Stockholm - Die Atommächte haben ihre nuklearen Arsenale 2012 weiter modernisiert. Wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag in seinem neuen Jahrbuch berichtet, wurden im vergangenen Jahr knapp 2000 Sprengköpfe auf einer hohen Bereitschaftsstufe gehalten und waren ständig einsatzbereit. Alles in allem hielten die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan und Israel demnach 4400 Atomwaffen im betriebsbereiten Zustand. Weltweit gibt es nach Schätzungen des schwedischen Instituts 17 265 Sprengköpfe, die einsatzbereit, eingelagert oder bereits zur Verschrottung vorgesehenen sind. dpa

ITALIEN

Sparen an der Parade

zum Nationalfeiertag

Rom - Unter dem Eindruck der staatlichen Sparzwänge in Italien ist die traditionelle Militärparade zum Tag der Republik weniger pompös ausgefallen als üblich. Auf Panzer, Militärfahrzeuge und Kavallerie wurde am Sonntag beim Festzug durch Rom komplett verzichtet. Auch die Flugzeugstaffel blieb diesmal am Boden. Alle 3300 Soldaten und zivilen Sicherheitskräfte mussten zu Fuß an der Ehrentribüne vorbeidefilieren, auf der Staatspräsident Giorgio Napolitano ihre Grüße entgegennahm. Die Parade kostete 1,5 Millionen Euro, vor einem Jahr waren es noch zwei Millionen Euro gewesen. AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben