NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

ITALIEN

900 Bootsflüchtlinge gerettet

Rom - In dramatischen Rettungsaktionen hat die italienische Küstenwache am Wochenende mehr als 900 Bootsflüchtlinge in Sicherheit gebracht. Am Sonntag wurden mehr als 250 Flüchtlinge gerettet, deren beide Boote bei der Überfahrt über das Mittelmeer in Seenot geraten waren, wie italienische Medien berichteten. Dutzende der Flüchtlinge hatten sich demnach auf dem offenen Meer an Thunfisch-Fangkäfige geklammert, um nicht zu ertrinken. Nach Angaben ihrer Mitreisenden starben jedoch sieben Flüchtlinge, als sie sich von einem Käfig auf einen Kutter retten wollten. Am Samstag wurden insgesamt rund 690 Flüchtlinge aus Booten gerettet, deren Motor versagte oder die bereits mit Wasser voll liefen. Zu den Geretteten gehörte ein Mädchen, das während der Überfahrt von der Türkei nach Italien geboren wurde. AFP

TSCHECHIEN

Regierungschef kündigt Rücktritt an

Prag - Der tschechische Regierungschef Petr Necas hat für diesen Montag seinen Rücktritt angekündigt. Es solle nun versucht werden, eine neue Regierung mit einem anderen Ministerpräsidenten zu bilden, der von seiner Partei nominiert werde, sagte Necas am Sonntagabend. Die neue Regierung solle bis zu den nächsten regulären Wahlen im kommenden Jahr im Amt bleiben. Zuvor hatte ihm Präsident Milos Zeman nach einer Korruptions- und Abhöraffäre indirekt den Rücktritt nahegelegt. Nach Gesprächen mit Polizei und Staatsanwaltschaft stehe für ihn fest, dass die Vorwürfe im Zusammenhang mit der Affäre mit ausreichenden Beweisen belegt seien. Hintergrund ist die Verhaftung einer engen Vertrauten und mehrerer Parteifreunde des Ministerpräsidenten nach Vorwürfen des Amtsmissbrauchs sowie der Bestechlichkeit. dpa/AFP/rtr

NORDKOREA

Gesprächsangebot an Washington

Seoul - Nordkorea sendet im Atomstreit ein Signal der Entspannung an die USA. Das weitgehend isolierte und verarmte Land bietet der Regierung in Washington diplomatische Gespräche auf ranghöchster Ebene an. Voraussetzung sei aber, dass die USA ohne Vorbedingungen in ein solches Treffen gingen, erklärte die nordkoreanische Regierung am Sonntag. Experten ordneten das Angebot vor allem vor dem Hintergrund der immer stärker spürbaren Auswirkungen der Sanktionen gegen Nordkorea ein. Das Land benötigt dringend Hilfe. Die US-Regierung könne Ort und Zeitpunkt der Gespräche wählen, hieß es in einer über Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung. Bislang haben die USA vor einem möglichen Gesprächsbeginn stets darauf gepocht, dass das Land seine Atomaktivitäten einstellt. rtr

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