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KNA
Gebet. Ultraorthodoxe in Israel. Foto: dpa
Gebet. Ultraorthodoxe in Israel. Foto: dpaFoto: picture alliance / dpa

SPANIEN

Ex-Schatzmeister: Regierungspartei finanzierte sich illegal

Madrid - Im Schmiergeldskandal bei Spaniens regierender Volkspartei (PP) hat der frühere PP-Schatzmeister Luis Bárcenas eingeräumt, die Partei habe sich jahrelang illegal finanziert. Die konservative PP von Ministerpräsident Mariano Rajoy habe mindestens 20 Jahre lang von Bau- und anderen Unternehmern nicht gemeldete Spenden in bar erhalten, sagte Bárcenas der Zeitung „El Mundo“. Im Gegenzug seien Baulizenzen erteilt und Aufträge vergeben worden. Bárcenas steht im Mittelpunkt einer Affäre um schwarze Kassen der Volkspartei. Dutzende Mitglieder der Parteiführung, darunter auch Rajoy, sollen jahrelang von Unternehmern Schwarzgeldzahlungen erhalten haben. Der Regierungschef und andere ranghohe Parteimitglieder weisen alle Vorwürfe zurück. Bárcenas war wegen Fluchtgefahr Ende Juni verhaftet worden. Das Interview wurde vor der Verhaftung geführt. dpa

IRAK

Kurdenpräsident Barsani spricht

mit Regierungschef Maliki über Öl

Bagdad - Nach mehr als drei Jahren hat sich der Präsident des halb autonomen Kurdengebietes im Irak, Massud Barsani, erstmals wieder in Bagdad mit Regierungschef Nuri al Maliki getroffen und über die Aufteilung der Öleinnahmen verhandelt. Beide seien übereingekommen, die umstrittenen Gesetze nun bald im Parlament verabschieden zu lassen, sagte Maliki im Anschluss an das Treffen am Sonntag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. Sie wollten zusammenarbeiten und gemeinsam bekämpfen, was den Irak und Kurdistan in Gefahr bringe, sagte Barsani. Nach langer Eiszeit zwischen Kurden und der schiitisch dominierten Zentralregierung stehen die Zeichen wieder auf Annäherung. Im Mai hatten die kurdischen Minister und Abgeordneten den Boykott der Regierung und des Parlaments beendet. Auch dabei ging es um die Aufteilung der Öleinnahmen. Die Kurden hatten zuvor in Eigenregie Verträge mit ausländischen Ölfirmen geschlossen, die in Bagdad auf einer schwarzen Liste stehen. Das Kurdengebiet im Norden des Iraks ist besonders reich an Ölvorkommen. AFP

ISRAEL

Wehrpflicht wohl bald auch

für ultraorthodoxe Juden

Jerusalem - In Israel werden voraussichtlich bald auch ultraorthodoxe Juden Dienst an der Waffe leisten müssen. Das Kabinett unter Premier Benjamin Netanjahu billigte am Sonntag einen entsprechenden Gesetzentwurf. Er sieht vor, dass pro Jahr nur noch 1800 Studenten in jüdischen Religionsschulen von der Wehrpflicht ausgenommen werden. Finanzminister Jair Lapid sagte: „Nach 65 Jahren beenden wir endlich diese Verzerrung. Wir sind alle sehr aufgeregt“, sagte er. Lapid hatte sich das Thema im Wahlkampf auf die Fahne geschrieben und war mit seiner Zukunftspartei zur zweitstärksten Kraft geworden. Orthodoxe Israelis wollen sich ganz dem Thora-Studium widmen, was 1948 der Grund für ihre Freistellung vom Wehrdienst war. dpa

NIGERIA

Präsident will nach Attentat Sicherheitslage verbessern

Abuja - Nach dem jüngsten Attentat auf eine Schule in Nigeria will Präsident Goodluck Jonathan die Sicherheitsvorkehrungen in dem westafrikanischen Land verschärfen. Nigerianer wie Ausländer, die im Land leben, müssten besser vor terroristischen Angriffen geschützt werden, forderte der Präsident laut einem Bericht der Tageszeitung „The Punch“ während einer Feier zum „Tag der nigerianischen Armee“. Gleichzeitig rechtfertigte Jonathan die Aufrechterhaltung des seit Mitte Mai geltenden Ausnahmezustands in den drei Bundesstaaten Borno, Yobe und Adamawa. Mithilfe eines massiven Militäraufgebots sollen dort Anhänger der islamistischen Gruppierung Boko Haram bekämpft werden. KNA

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